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Wir fördern Vernetzung

Campact

www.campact.deWir stellen Öffentlichkeit her“, das ist wohl die zentrale Aufgabe, die sich Campact seit der Gründung 2004 auf die Fahnen geschrieben hat. Auslöser war MoveOn, eine Internet-Bewegung in den USA, die sich 1998 anlässlich der Clinton-Affaire formiert hatte und mit dem Slogan “let´s talk about politics again” den Fokus wieder auf die wirklich wichtigen politischen Ereignisse in der Welt lenkte. Nach diesem Modell wollte man auch in Deutschland ein ähnliches Online-Netzwerk starten, wo Menschen leicht und unkompliziert ihr Mitspracherecht in Politik und Umwelt geltend machen sollten.

Ich spreche mit Christoph Bautz, Pressesprecher und im Leitungsteam von Campact, bereits seit seiner Jugend politisch aktiv, besonders in den Bereichen Umwelt und Anti-Atomkraft und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit. “Hier geht es um aktuelle politische Entscheidungen, um die schnelle Mobilisation vieler Menschen, um originelle Aktionen.” Da wird z.B. in verschiedenen Städten Deutschlands nach einem Platz für ein sicheres Endlager gesucht, da gibt es virtuelle oder reale Menschenketten um marode Atommeiler herum, Petitionsaufrufe und Mails an Politiker, oder es wird bundesweit Bantam-Mais gegen Gentechnik gepflanzt.

Durch das Internet ist es natürlich sehr viel einfacher, unterschiedliche Menschen zu einem Thema zusammenzuführen, Web-2.0-Tools wie Twitter, Blogs, Facebook, etc. sind zur schnellen Verbreitung von Infos und Aktionsaufrufe wichtig und effektiv.” Bisher werden Kampagnen überwiegend vom Team in Verden koordiniert und von Aktiven vor Ort ausgeführt, doch ähnlich wie zu den Carrotmobs sollen sich zukünftig verstärkt Menschen zu einem Thema vor Ort selbständig organisieren und von Campact mit Infomaterial und Experten versorgt werden.

Die Themenpalette ist breitgefächert, von Kampagnen gegen Atomkraft und Gentechnik, über Protestmails zu Rundfunkfreiheit, Nebeneinkünften von Politikern und aktuell die Kopfpauschale bei den Krankenkassen bis hin zum Einsatz für mehr Kinderkrippen und gegen die Bahnprivatisierung. “Wir sind keine Experten, daher arbeiten wir grundsätzlich mit Organisationen aus dem entsprechenden Umfeld zusammen, z.B. NaBu, Oxfam, Attac u.ä. So ist gesichert, dass wir über die nötigen Fachinfos verfügen und unser Protest auch tatsächlich Druck auf die jeweiligen Entscheidungsträger ausübt.”

Vorschläge zu neuen Kampagnen kann grundsätzlich jeder machen, bisher wird dieses Angebot aber nur wenig genutzt. Wichtig ist dann natürlich zu wissen, nach welchen Kriterien Aktionen überhaupt ausgewählt und umgesetzt werden. “Wir fragen uns im Vorfeld einer Kampagne, ist das Thema öffentlichkeitswirksam, was ist gerade ganz aktuell und dringend, haben wir die entsprechenden Experten dazu und ist das Meinungsbild eindeutig, also können wir damit rechnen, dass mindestens 90% unserem Aufruf prinzipiell erstmal zustimmen und dementsprechend motiviert sind mitzumachen. Wenn die Meinungen geteilt sind oder je nach Interessengruppe unterschiedlich, ist es Unsinn, dazu eine Aktion zu starten.”

Dass Campact mit seinem Ansatz Erfolg hat ist unbestreitbar: 2009 wird der Anbau von Gen-Mais MON810 gestoppt, Politiker müssen ihre Nebeneinkünfte jetzt offenlegen, und aktuell wird die Kettenreaktion am 24.4. zwischen AKW Krümmel und Brunsbüttel das Thema Störmeiler sicher auch wieder spektakulär in Szene setzen. Dass es sich wie der Slogan “Demokratie in Aktion” vermuten lässt, tatsächlich um Demokratie handelt, ist für mich angesichts z.B. der Themenauswahl nicht ganz so klar. So wie früher Verleger ihre Aufgabe darin sahen, Menschen an gute Bücher heranzuführen und heutzutage überwiegend Mainstream verlegen, um hohe Auflagen zu erzielen, so sehe ich auch hier die Tendenz, dass der Einzelne zu Stimmvieh für tagesaktuelle Kampagnen degradiert wird und damit der nötige demokratische Prozess, der zu einer verantwortungsvollen Urteilsfindung dazugehört, unter den Tisch fällt.

Angesichts allgemeiner Politikverdrossenheit und Passivität ist jedoch ein Angebot wichtig, dass Menschen schnell und unkompliziert zum Mitmachen motiviert. “Derzeit sind rund 220.000 im Verteiler, davon macht ungefähr jeder 2.-3. bei Protestmails und Bewertungen mit, der einfachsten und unkompliziertesten Art der Beteiligung. Wenn es darum geht, einen Vorschlag für einen Slogan abzugeben oder ein Bild hochzuladen sind es dann schon deutlich weniger, nur noch ungefähr jeder 1000.” Bisher hat sich die Zahl der Newsletter-Abonnenten, also die aktive Community jährlich verdoppelt. Hoffen wir, dass es auch in diesem Jahr so weitergeht, denn je mehr sich engagieren, desto mehr lässt sich natürlich bewegen. Lasst uns also zum aktiven Gestalter unserer Umwelt werden, manchmal reicht dazu schon ein Klick.

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Eine sprudelnde Quelle von Unterschieden

Was ich immer faszinierend finde, sind Wege, Unterschiede miteinander zu verbinden. Und ich finde, andere Länder, bieten viele Unterschiede. Bei den Youthreportern berichten junge Erwachsene, die auf Reisen sind. Es sind Leute von
überall, nicht nur aus Europa. Also eine lebendige und sprudelnde Quellen, voller Vielfalt und unterschiedlichen Erlebnissen. Genau das, was mich begeistert.

Für meine eigene bevorstehende Reise nach Südfrankreich, fand ich Youthreporter sehr passend. Es geht erst im März los, von daher werde ich „mein Leben als Reporterin“ noch entdecken und ausprobieren.

Was ich noch zum Aufbau sagen kann: ein Youthreporter hat die Wahl, Beiträge unter den Kategorien Tagebücher, Städte, Treibgut oder Aktion zu veröffentlichen. Wie bei fast allen Netzwerken, besitzt jeder Besucher die Möglichkeit, auf meinem Profil etwas auf der Pinnwand zu hinterlassen, mir eine Nachricht zu schicken oder einen meiner Beiträge zu kommentieren. Eine Nachricht zu verschicken geht nur, wenn man sich selbst als Youthreporter registriert.

Wieder eine weitere Möglichkeit sich zu vernetzen, bewegendes zu teilen und durch einen Austausch mal andere Perspektiven einzunehmen.

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Vom Internet auf die Straße

Wer mich kennt, der weiß, dass es mir die dezentralen Vernetzungsmöglichkeiten angetan haben. Ich sehe im Web 2.0 viel mehr als nur neue Vermarktungskanäle für Produkte und Dienstleistungen. Das Internet interessiert mich vor allem wegen seiner emanzipatorischen Möglichkeiten. Online-Kommunikation bedeutet für mich weitaus mehr, als das Veröffentlichen von Pressemitteilungen in Blogs. Die Essenz einer guten (Online)-Kommunikation sind Gespräche.

Und genau dabei kann das Internet helfen: Es kann Gespräche zu vernachlässigten Themen wieder aufleben lassen und im günstigsten Fall, wie bei der Aktion Uwe, sogar über eine Verbreitung im Internet solche Themen bis in die klassischen Medien transportieren. Wer sich zu sehr auf die gängigen Begriffe, wie Web 2.0 oder Social Media Newsroom oder Online-Kommunikation konzentriert, der übersieht leicht die eigentliche Bedeutung, die sich ja erst aus dem Zusammenspiel von Internet + technischen Tools + den Akteuren, die irgendwo, aus irgendeiner Motivation heraus etwas bewegen wollen, ergibt.

Erkennt man, dass es bei dem wirklich Spannenden am Web 2.0 eigentlich um Menschen geht, die nach neuen Formen des Gedankenaustausches suchen oder kollaborativ an der Umsetzung von Ideen arbeiten oder beharrlich verkrustete Strukturen aufbohren und ungewöhnliche Kooperationen eingehen, dann erübrigt sich auch jede Debatte darüber, ob das Internet nun eine weitere Welt neben der “realen” sei und mit welchen Methoden man dort Effizienz misst. Die zahlreichen Versuche des Zählens, Messens und Quantifizierens von Online-Aktivitäten sind meist reine Zeitverschwendung. Viel wichtiger ist es, sich aktiv in diese Vernetzung zu begeben und damit zu experimentieren.

Mit dem Projekt 95 -Fragen lädt uns die Triodos-Bank zu einem Experiment ein:

Auf 95 Fragen kann man 1.) eine Frage stellen, 2. ) Antworten auf andere Fragen geben oder 3.) die interessanteste Frage bewerten und 4.) sich durchs Lesen und Video-Schauen inspirieren lassen. Einmal pro Woche geht dann ein 95-Fragen-Reporter raus auf die Straße und stellt dort die Frage, die die meisten Stimmen bekommen hat.

Weil ich diese Idee sehr gut finde, habe ich am 10. 02. 2010 dort die folgende Frage gestellt:

Worüber würden Sie berichten, wenn Sie Zeit in einer Nachrichtensendung bekämen?

Dann habe ich diese Frage in mein Netzwerk gemailt und getwittert und auf dieses Projekt hingewiesen. Daraufhin gab es bis heute nicht nur viele interessante Antworten, die auf der Website nachzulesen sind, sondern die abgegebenen Stimmen haben gereicht, um Michaelis Pantelouris, Journalist, Autor und Blogger mit dieser Frage im Hamburger Schanzenviertel auf Tour zu schicken. Vielen Dank!

Entstanden ist dieses Video mit ebenfalls sehr interessanten Antworten:

Worüber würden Sie berichten, wenn Sie Zeit in einer Nachrichtensendung bekämen? from 95fragen_de on Vimeo.

Das Team der Triodos-Bank beantwortet auch gleich die Frage, warum sie das gemacht hat:

Warum wir das machen? Nun, zunächst ergeben Fragen und Antworten Dialog, führen zu Gesprächen. Und das ist doch schon eine ganze Menge, oder?

Ja, das finde ich auch. :-)

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Mitten am Rand: Erfolgsfaktoren des bundesweiten Blogprojekts der Caritas

Dies ist ein Gastbeitrag von Marc Boos.  Er ist Online-Redakteur beim Deutschen Caritasverband e.V.

Woran lässt sich der Erfolg eines Webprojektes messen? Die nackten Zahlen und harten Fakten allein sind es nicht. Zu diesem Schluss komme ich beim Rückblick auf ein Jahr „Mitten am Rand“. Das erste bundesweite Blogprojekt der Caritas besuchten rund 130 Personen täglich, im Schnitt lasen sie drei Artikel. Das klingt nach Nische und ist es auch. Dennoch war das Blog etwas Besonderes in der deutschen Weblandschaft.

25 Autorinnen und Autoren erzählten in 600 Einträgen, wie es sich anfühlt, als ehemaliger Junkie oder Häftling wieder Anschluss ans „normale“ Leben zu finden. Wie es ist, wenn bereits in der Monatsmitte der Geldbeutel leer ist oder der Suchtdruck einen täglich neu auf die Probe stellt. Berichte vom Rand unserer Gesellschaft. Manchmal sperrig und kantig, stets jedoch eines: echt und authentisch. 345 Kommentatoren haben das so gesehen, zollten den Autoren ihren Respekt, machten ihnen Mut und dankten für den Einblick in eine für sie fremde Welt.

Teilhaben an der Gesellschaft statt zuschauen

Hier beginnt sich der Erfolg des Projektes abzuzeichnen. Das Blog ermöglichte Begegnungen zwischen Menschen, die im Alltag aneinander vorbeigehen. Der Autor und ehemalige Junkie Rainer S. formuliert das so: „Teilnahme ist eine Sache, die man auch alleine machen kann. Teilhabe aber setzt ein Gegenüber voraus. Also vielen Dank dafür, dass Sie mir hier eine Teilhabe ermöglicht haben.“ Dem Streetworker Thorsten Bathe ging es ähnlich. Er schreibt: “Meine Einträge habe ich wie eine Flaschenpost ins Meer geworfen, nicht wissend, an welchem Ufer sie stranden, aber hoffend, dass – wer immer sie liest – meine Berichte versteht. Die Bewertungen und Kommentare legen mir das nahe.“

Fast alle Autoren wurden anfangs von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern begleitet. Auch das ein Unterschied zu anderen Projekten im Netz. Die Entscheidung war richtig, denn die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und den Schritt, das öffentlich zu machen, haben nicht alle gepackt. Zwei Autorinnen mussten mit dem Schreiben aufhören, wurden in dieser Situation aber aufgefangen durch ihre Kontaktpersonen.

Weblog als Quelle der Selbstreflexion

Die meisten brauchten die Unterstützung aber bald nicht mehr und nahmen für sich und ihre Entwicklung viel mit. Rainer S. schreibt dazu: „Es gibt wenige Therapeuten (sehr oft waren es Nachtdienstler), die einem etwas mitgeben können. Wenn ich so zurückblicke, war dieses Tagebuch für mich besser als etliche therapeutische Gespräche.“

Von handschriftlichen Texten zum eigenen Blog

Faszinierend war und ist die Entwicklung von MuseSuse, einer Lebenskünstlerin und Verkäuferin von Straßenzeitungen in Jena. Die Redakteure ermutigten sie, ihre Texte auf Mitten am Rand zu veröffentlichen. Sie tippten das Handschriftliche ab und mailten es an die Blogredaktion. Mittlerweile hat sich MuseSuse von einer Freundin beibringen lassen, wie man einen Computer bedient und füllt nach dem Ende des Caritas-Projektes ihr eigenes Weblog: „Das Leben festzuhalten, etwas auf den Punkt bringen, sich im Tagebuch frei schreiben, ist für mich wie Medizin ohne Nebenwirkungen.“

Bessere Vernetzung ist das Ziel für künftige Caritas-Blogs

Mitten am Rand war Teil der Caritas-Kampagne „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft“. Die endete im Dezember 2009 und damit auch das Blog. Das Fazit fällt positiv aus, das vorsichtige Herantasten ans Web 2 ist gelungen. Allerdings wurde deutlich, wie aufwändig es ist, ein Blog in dieser Qualität zu betreiben. In diesem Jahr mischt sich die Caritas in die politische Diskussion über soziale Ausgrenzung und Armut ein. Experten kommentieren aktuelle Entwicklungen. Das Ziel ist klar: Das Blog muss sich noch besser mit anderen Auftritten vernetzen. Denn im Kampf gegen Armut müssen alle etwas unternehmen. Wer dazu Ideen hat, kann diese hier gerne posten.

P.S.: Sigrid H., eine Autorin aus dem Blog Mitten am Rand, ist auch dieses Jahr wieder dabei. Sie schildert sehr beeindruckend, wie sie ihr Leben am Rand des Existenzminimums meistert.

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Links
Blog Mitten am Rand – http://blog.soziale-manieren.de
Blog Zeropoverty – http://blog.zeropoverty.de
Twitter-Account Zeropoverty - http://twitter.com/zeropoverty_de
Caritaskongress Workshop zur Teilhabe im Internet – http://www.caritas-kongress.de/64385.html#Workshop%203.2

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Gemeingüter: Wohlstand durch Teilen

Hier ein Veranstaltungshinweis von Silke Helfrich vom CommonsBlog, den ich gern weiter verbreite:

Der neue Gemeingüterreport ist fertig. Bald! Er wird am Montag, den 22. Februar 2010 um 19.30 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8 (Berlin-Mitte) der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein paar Stichworte:

  • Wem gehört der Himmel, wem die Stille, wem das Land?
  • Wem die Ideen, wem das Wissen? Und was passiert gerade in Sachen Urheberrecht?
  • Wie sieht eine Produktionsweise aus, in der Kreativität und Kooperation gedeihen?

Es geht um Reklame und Waldkaffee, um das Copyleft und Fischereipolitik, um Aidsmedikamente und um die Frage, wie wir wieder die Kontrolle über die Energieproduktion gewinnen können.

Aus der Einladung der Stiftung:

“Gemeingüter: Wohlstand durch Teilen: Vier Monate nach der Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises an Elinor Ostrom, der weltweit führenden Gemeinguttheoretikerin, stellt die Heinrich-Böll-Stiftung in einer neuen (sehr kurzen! – S.H.) Publikation die Vielfalt, Vorzüge und Möglichkeiten der Gemeingüter vor. Der Report von Silke Helfrich, Rainer Kuhlen, Wolfgang Sachs und Christian Siefkes gibt der Debatte über die Rolle der Gemeingüter innerhalb unseres Wirtschaftssystems neue Anstöße. Er skizziert mit der “commons based peer production” – von den Autoren provokant übersetzt mit “Gemeine Peer-Produktion” - eine Wirtschaftsweise, die überall dort Realität werden sollte, wo der Markt versagt. So könnte die allgemeine Verantwortung für die Gemeingüter zum entscheidenden Baustein eines partizipativen und nachhaltigen Gemeinwesens werden.

Der Report ist ab dem 22. Februar bei der Heinrich-Böll-Stiftung erhältlich oder als Download abrufbar (www.boell.de). Sie können den gedruckten Report schon heute bestellen: info@boell.de”

Es freut mich sehr, dass der Autor und Journalist Matthias Greffrath die Präsentation kommentieren wird.

Verlinken, Weitersagen, Hingehen, Mitdiskutieren!

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Vernetzungs-Mashup Februar 2010

Hier wieder eine Zusammenfassung unserer Vernetzungs- und Brückenbau-Aktivitäten in den zurückliegenden 2 Monaten:

Offene Plattform:
Gastbeitrag von Rike Beckmann:Das Dolphin Resort Ras Laflouka – ein neues Zuhause für Delfine aus Gefangenschaft
Gastbeitrag von Inga Wocker: Borderline, Identität und Beziehung
Gastbeitrag von Oliver Krumes: Wie finden Studenten das geeignete Lektorat für ihre Abschlussarbeit
Gastbeitrag von Jana Wiesenthal: Laufend Gutes Tun

Jean-Pol Martin:
Welche Möglichkeiten bietet das Web für Senioren, etwas zu lernen? Und viele andere interessante Beiträge…

chrisp’s virtual comments:
Christian erklärt Schülern, wie Wikis funktionieren
Generationenübergreifendes Lernen im Web III (mit Bezug zu Jean-Pol Martin)
Bildungsreporter: erste Resonanz

upload-magazin:
ein radikal neuer Ansatz

E-Learning-Blog:
Martin Ebner erklärt einem symphatischen Monster etwas über Twitter und Medienkompetenz
Web2.0 ohne Worte erklärt

viele weitere lesenswerte Beiträge!

Das Kulturmanagement-Blog:
Live im Internet, bringt das was? (NPO-Blogparade)

Die Göre lebt:
Mehr Bildung in Blogs

notquitelikebeethoven:
Sind Behinderte die besseren Abeitnehmer?
Wieso sind Hörbehinderten-Themen und Gebärdensprache gesellschaftlich relevant?

kopflast:
Blogseminar - kleine Webschule

Morbus Crohn - Colitis ulcerosa:
Ich hoffe, dass das irgendwann wieder möglich sein wird - Interview mit Tanja
Nette Toilette - wir brauchen Deine Unterstützung

Nonprofits-vernetzt:
Live im Internet - sinnvoll für soziale Organisationen? (NPO-Blogparade)

politik.netzkompetenz.at:
Live im Internet - sinnvoll für NPO´s? (NPO-Blogparade)

Hier im Blog:
Gastbeitrag von Susanne Wiest: Unser neues Demokratiemedium
Gastbeitrag von Horst Sievert: Senioren lernen Online - Lernen, Erfahrung tauschen, Hilfe erhalten
Gastbeitrag von Rike Beckmann: Chancen und Verführungen der zweiten Welt

Info:
Start der Initiative nischenTHEMA.de

Du möchtest auch im Vernetzungs-Mix genannt werden?
Kein Problem. Werde selbst aktiv und gehe Kooperationen ein. Zeige z.B. anderen, wie Bloggen oder Twittern funktioniert, fördere die Vernetzung von öko-sozialen oder kulturell-kreativen Aktionen und berichte darüber. Dann verlinken wir Dich hier. Dein Beitrag fehlt hier noch? Du möchtest mit uns in Kontakt kommen? Dann kommentiere hier oder nutze unser Kontaktformular. Du hast ein Blog und möchtest selbst Blogpate werden? Oder Du möchtest einen Gastbeitrag schreiben? Dann melde Dich hier.

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Online anschauen

Wer hätte gedacht, dass ich einmal Fernsehsendungen im Blog empfehle. Unbedingt ansehen, sollte man sich den elektrischen Reporter zum “Real Time Web”. Mit dabei ist Peter Kruse.


Elektrischer Reporter – Real Time Web: Alles im Jetzt

Ebenfalls sehenswert ist der Beitrag über “Digital Natives” auf 3sat.

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Online-Vernetzung zu politischen und sozialen Zwecken - Chancen und Risiken

Eine sehr interessante Präsentation von Sophie Scholz:

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Public Eye Award - der Preis den die Firmen gar nicht wollen

public_eyeMit den Public Eye Awards (vormals Public Eye on Davos) setzen die Erklärung von Bern (EvB) und Pro Natura seit 2000 einmal jährlich einen kritischen Kontrapunkt zum Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. An Stelle von Pro Natura wurde 2009 Greenpeace Schweiz weitere Trägerorganisation des Events. Mit den Public Eye Awards werden Konzerne ausgezeichnet, die sich besonders verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt verhalten. Der Fokus der Public Eye Awards liegt seit 2005 somit auf dem Thema Unternehmensverantwortung/Corporate Social Responsibility (CSR).

Ab 2010 wird zudem einen «Greenwash Award» vergeben, um der inflationär wachsenden Zahl an Institutionen Rechnung zu tragen, die mittels sozial-ökologischer Feigenblätter versuchen, das Image unbelehrbarer Konzerne schön zu färben.

In Wikipedia wird noch ein “Positive Award” erwähnt. Ich wollte wissen, warum es den nicht mehr gibt und habe Claudio De Boni, Projektassistenz Public Eye, dazu befragt:

Den Positive Award gibt es nicht mehr, weil sich das Public Eye wieder auf sein Kernmodell - Naming and Shaming - konzentrieren will. Es gibt mittlerweile schon viele Positiv-Auszeichnungen, so dass eben der Greenwash-Award mehr Sinn macht: Er kümmert sich um ungerechtfertigte Positiv-Preise und macht dann das, was das Public Eye am besten kann, eben Naming and Shaming.

Zum Ablauf:

Die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace rufen jeweils im August weltweit zur Nominierung sozial oder ökologisch besonders verantwortungsloser Firmen auf. Sie prüfen alle eingehenden Vorschläge und legen sie einer internen Fachjury vor. Diese wählt in jeder Kategorie die jeweils drei exemplarischsten Fälle. Nominieren können Organisationen und auch Privatpersonen. Allerdings hat sich gezeigt - so die Initiatoren - dass die meisten eingereichten Nominierungen von Einzelpersonen noch zu wenig fundiert waren, weshalb bisher nur Nominierungen von NGO´s Berücksichtigung fanden. In einem Fall einer Nominierung durch eine Privatperson haben die Organisatoren eine NGO gesucht und auch gefunden, die schon zu diesem Fall gearbeitet hatte und dann die Nomination der Privatperson übernommen hat. >>> Weitere Infos zum Ablauf und zur Nominierung.

Die Internet-Abstimmung:
Der «People’s Award» wird per Internet-Abstimmung vom Publikum verliehen. Das Voting dazu ist noch bis zum 26.01.2010 über diesen Link möglich. Wer die Aktion unterstützen will, kann auch eines der angebotenen Banner in seine Website integrieren.

3-sprachige Website: www.publiceye.ch
Twitter-Account: @PEAwards
Hashtag: #publiceye
Facebook-Gruppe: Public Eye Awards

Verbreitung und Unterstützung durch die Netzwerke ist erwünscht!

Die Trailer:

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