Wie erstelle ich eigentlich Videobotschaften?
Dies ist ein Gastbeitrag von Nikolai Schulz, der die Plattform Memoro Deutschland mit aufgebaut hat und auch betreut. Ich freue mich, dass ich ihn kurzfristig dafür gewinnen konnte, uns ein paar Tipps zum Erstellen von Videobotschaften zu geben:
Möglichkeit eins, um viele Anfängerfehler zu vermeiden:
Der Kauf einer Lern-DVD, z.B. beim Fachverlag Schiele und Schön in Berlin,
die verschiedene Produkte anbieten wie z.B. mit dem Titel: Biografie - Schritt für Schritt zum perfekten Filmportrait - Interaktive DVD-Schulung: Filmen Sie ein einzigartiges Zeitdokument, das Generationen überdauert.
Möglichkeit zwei, so wie ich es gemacht habe, learning by doing. Ich musste natürlich auch Lerngeld bezahlen und konnte die Fehler, wie schlechte Ausleuchtung und schlechter Ton, teilweise durch die Computersoftware korrigieren.
1) Kauf einer einfachen Videokamera, sogenannte Camcorder, möglichst noch mit Mini-DV Kassetten, da bei diesen die beste Qualität gewährleistet wird, alternativ mit eingebauter Festplatte und Mini-DVD, und ganz wichtig einem externen Mikrofonanschluß. Meine Canon MD 216 kostete 199,- €. Bei vielen Kameras werden nur noch SD-Karten als Speichermedium angeboten, dort geht jedoch schon ein Teil der Qualität verloren, da die Filme bereits komprimiert gespeichert werden. Qualität ist wichtig, falls mal mit dem Material eine hochwertige DVD erstellt werden soll!
2) Einfaches Schnittprogramm erwerben wie z.B. Pinnacle Studio 14 für 69,- €. Pinnacle ist hervorragend, da im Internet als registrierter User auch Schulungen abrufbar sind, wie erstelle ich eine DVD mit Menu, etc.! Natürlich gibt es auch viele andere Anbieter, besonders natürlich Adobe mit Premiere Elements 7 oder Premiere Pro als Profipacket. Es gibt auch gratis Programme zum download im Internet, sogenannte Freeware wie z.B. Avidemux.
3) Für Aussenaufnahmen ein sogenanntes Richtmikrofon, deswegen der Mikrofonanschluß am Camcorder, für Innenaufnahmen reicht in der Regel das
integrierte Mikrofon.
4) Und dann geht es los, “Learning by doing”: auf eine gleichmäßige Ausleuchtung achten, möglichst einen schönen Hintergrund, Versuche mit unterschiedlichen Perspektiven, sollen die Hände mit auf die Aufnahme, wie nah darf die Kamera an das Gesicht heranzoomen, manche älteren Damen möchten keine Nachaufnahme, probieren geht über studieren.
5) Den Film für Memoro im “FLV-Format” erstellen, wir müssen sie stark komprimieren, damit sie zügig im Internet laufen, dabei geht leider etwas Qualität verloren. Auch dies ist hier direkt im Schnittprogramm möglich, ansonsten lassen sich Clips auch nachträglich komprimieren und aus anderen Formaten umwandeln. Gratis Programme sind auch hier im Internet zu finden, wie AVS-Videokonverter. Oder professionelle Programme wie der Adobe Flash CS3 Video Encoder, in denen sich genau die Geschwindigkeit einstellen lässt, z.B. für Memoro 150kb/s.
6) Ein einfache und fast kostenlose Möglichkeit bietet natürlich die Webcam, in vielen Notebooks bereits integriert und die Gratissoftware Skype und eventuell noch die Software Supertintin.
Ich würde mich sehr freuen, falls sich die Leser motivieren lassen, kurze Clips von Menschen über 65 Jahren zu erstellen und diese, nach der Registrierung bei www.memoro.org/de-de, hochzuladen.
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Ich habe einen Mindestanspruch an die Qualität von Video-Botschaften. Auch macht mir selbst das Ausreizen der technischen Möglichkeiten Spaß. Videos die ruckeln, wackeln oder im Ton nicht verständlich sind, nerven mich.
Ich meine, es gibt vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft eine solche Fülle an Infos (incl. Videos) im Web, dass es neuer Suchfunktionen (oder müssen die dann Finden-Funktionen heißen?) bedarf, um sich da noch zurecht zu finden.
ich kann mich der meinung von ina nur anschließen: lieber qualität als quantität, zumindest bei wichtigen videobotschaften. ansonsten reicht mir auch die videofunktion meiner digitalkamera. leider hat man nur städnig das problem mit der tonaufnahme…vielleicht kauf ich mir auch noch einen camcorder bei gelegenheit. auf alle fälle vielen dank für die tipps nikolai.
Ich habe mir, bevor ich die Tipps von Nikolai kannte so eine plug and play-Camera gekauft, die auch wirklich durch ihre Einfachheit in der Handhabung, wie auch der Bildqualität (HD-Qualität) besticht. Allerdings sind schon sehr kurze Filmaufnahmen locker über 2 GB groß, so dass ich sie nicht einfach mal so in meinen youtube-Account hochladen kann. Kennt einer ein gutes Forum zur Flip-Cam, wo man sich mal informieren kann? Vielen Dank!
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Blogpaten und Blogpaten , öko-soziale / NGO-PR erwähnt. öko-soziale / NGO-PR sagte: Wie erstelle ich eigentlich Videobotschaften?: Dies ist ein Gastbeitrag von Nikolai Schulz, der die Plattform M.. http://bit.ly/6SPQWO [...]
Der Beitrag kommt ja PERFEKT vom Timing her für mich :)
Gerade mein zweites (unprofessionelles) Video hochgeladne… aber “Feuer gefangen”…. und kurz vor Weihnachten… (hat noch jemand KEIN Geschenk für mich ;)) ).
2010 —-> Unsere Profi-Videobotschaften werden kommen :))
Ich habe gerade gewettet, dass es in ein paar Jahren das Format “Tagesschau” so nicht mehr geben wird, bzw. dass “Tagesschau” auch nur ein Kanal ist neben anderen Kanälen des Bürgerjournalismus.
Ich finde das “Timing” dieses Themas auch perfekt. Im Netz gibt es so tolle Videos und solche schönen Mischformen zwischen Video und Slides usw. Ich war bisher ein absoluter Schriftmensch. Jetzt sehe ich, dass durch das Internet das Mündliche und das Bildliche, die VOR dem Schriftlichen als Leitmedium dienten, wieder hervorgeholt werden mit ungeahnten neuen Möglichkeiten, und dabei die Dominanz des Schriftlichen brechen. Herrliche Sachen! Da muss ich auch mitspielen lernen, um nicht auf meine alten Tage zum Analphabeten zu werden. Leider wird es analog sein, wie beim Schreiben lernen. Es geht nur durch learning by doing: Am Anfang kritzelt man statt zu schreiben, und man muss wahrscheinlich Zeit dafür reservieren, erst mal viel zu kritzeln. Aber muss ich meine Kritzeleien veröffentlichen? - Und wenn die Botschaft wichtig ist, will ich sie durch Kritzelei kontaminieren? Ich beneide die tollen Filmer und Slideproduzenten und würde furchtbar gerne einen onlinekurs machen, um wenigstens die Grundlagen zu lernen. Kennt jemand einen kostenlosen?
Skype und noch die Freeware Supertintin zum Speichern, habe ich noch nicht getestet, da oft die DSL-Leitungen zu unstabil sind, sehr schlechte Qualität. Supertintin erlaubt das Speichern der Skype-Aufnahmen bzw. Videomitschnitte.
Noch eine Möglichkeit, die wir auch bald anbieten, bei Youtube http://www.youtube.com/my_webcam, vor die Cam setzen und sich selbst aufnehmen. Landet dann bei Youtube und nicht bei Memoro. Wir arbeiten dran, ähnliches anzubieten, nicht vergessen, wir sind ein ganz kleiner Verein mit noch weniger Kohle….Gute Qualität jedoch nur über externe Camcorder.
Zu InaMS:
2 GB große Clips kenne ich auch :-). Dann wird eben zum Beispiel mit Pinnacle Studio aus dem ursprünglichen avi-Format ein mp4 oder flv Clip erstellt. X-Qualitätsstufen werden angeboten, mit unterschiedlichen Größen.
Siehe auch dazu meinen Punkt 5:
Den Film für Memoro im “FLV-Format” erstellen, wir müssen sie stark komprimieren, damit sie zügig im Internet laufen, dabei geht leider etwas Qualität verloren. Auch dies ist hier direkt im Schnittprogramm möglich, ansonsten lassen sich Clips auch nachträglich komprimieren und aus anderen Formaten umwandeln. Gratis Programme sind auch hier im Internet zu finden, wie AVS-Videokonverter. Oder professionelle Programme wie der Adobe Flash CS3 Video Encoder, in denen sich genau die Geschwindigkeit einstellen lässt, z.B. für Memoro 150kb/s.
Nicht ohne Grund empfehle ich die DVD am Anfang, spart etwas Zeit.
Frohes Fest, und ich freue mich auf Eure Clips auf http://www.memoro.org/de.
Nikolai Schulz
PS:
Ina, ein gutes Forum für die echten Freaks http://forum.slashcam.de/portal.php
Gruß Niko
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Hallo,
das wirkt aus meiner Sicht schon zu kompliziert. Webcam an, vor den Rechner gesetzt, erzählt, hochgeladen - fertig. Das ist qualitätsmäßig vielleicht nicht der Bringer, dafür aber schön authentisch, locker, immer und überall einsetzbar und unkompliziert.