There’s a plane in the Hudson
Bürger-Journalismus und Twitter
Am 15.1. schaute ich zufällig gerade eine Nachrichtensendung im Fernsehen, als der Nachrichtensprecher sagte: “Moment, wir bekommen gerade eine Info herein, dass ein Flugzeug in den Hudson-River gestürzt ist. Wir wissen noch nichts genaueres.” Mein Laptop war gerade an, ich klickte mich in meinen Twitter-Account und las über einen Retweet (eine Weiterleitung einer Originalnachricht) folgenden Tweet von Janis Krums.

Der Tweet und das Foto, welches er mit seinem Handy machte, sind ja inzwischen vielfach in sämtlichen Medien (incl. Tagesschau) erwähnt worden. Das Neue war hier: Ich habe mich via Twitter sofort besser und authentischer informiert gefühlt, als das über die Nachrichtensendung im Fernsehen möglich war. Da war gerade jemand direkt vor Ort und half bei der Bergung der Verunglückten. Wie man später erfahren hat, ist glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen. Als ich am 15.1. Janis spontan followte, hatte er so um die 20 Follower. Diese Zahl explodierte in den nächsten Minuten. Irgendwie war ich sehr froh, dass Janis nicht unmittelbar auf meine Direct Message antwortete. Zu dem Zeitpunkt war ja noch alles ungewiß und ich fühlte mich wohler bei dem Gedanken, dass es jetzt in erster Linie um die Rettung der Passagiere und Crew geht als um Twitter oder gar Sensations-Journalismus.
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Ist wirklich ein gutes Beispiel für Social Media und Vernetzung und Bürgerjournalismus.