Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.

Blogpatenschaften

Vom Internet auf die Straße

Veröffentlicht von: Ina Müller-Schmoß

18. Februar 2010

Wer mich kennt, der weiß, dass es mir die dezentralen Vernetzungsmöglichkeiten angetan haben. Ich sehe im Web 2.0 viel mehr als nur neue Vermarktungskanäle für Produkte und Dienstleistungen. Das Internet interessiert mich vor allem wegen seiner emanzipatorischen Möglichkeiten. Online-Kommunikation bedeutet für mich weitaus mehr, als das Veröffentlichen von Pressemitteilungen in Blogs. Die Essenz einer guten (Online)-Kommunikation sind Gespräche.

Und genau dabei kann das Internet helfen: Es kann Gespräche zu vernachlässigten Themen wieder aufleben lassen und im günstigsten Fall, wie bei der Aktion Uwe, sogar über eine Verbreitung im Internet solche Themen bis in die klassischen Medien transportieren. Wer sich zu sehr auf die gängigen Begriffe, wie Web 2.0 oder Social Media Newsroom oder Online-Kommunikation konzentriert, der übersieht leicht die eigentliche Bedeutung, die sich ja erst aus dem Zusammenspiel von Internet + technischen Tools + den Akteuren, die irgendwo, aus irgendeiner Motivation heraus etwas bewegen wollen, ergibt. (weiterlesen…)

Lesetipps zum Wochenende

Veröffentlicht von: Ina Müller-Schmoß

22. Januar 2010
  • Jean-Pol ist derzeit einer der authentischsten Bürger-Journalisten, den ich kenne, der neben dem Bloggen, Twittern und Vernetzen über alle möglichen Plattformen nun auch mit viel Humor und Experimentierfreude das Medium “Video” erobert hat. In “Senioren Ahoi!” berichtet er über seine Erfahrungen beim Eintritt ins Senioren-Leben – per Video-Botschaft. Diese Video-Botschaft möchte ich allen zeigen, denen ein Thema am Herzen liegt, wie z.B. Frau K. aus Dresden, der MS-Gruppe im Pflegeheim, den Frauen von Lebendiger Leben! e.V., oder Rike und noch vielen anderen – vielleicht bekommen sie durch das Beispiel von Jean-Pol ebenfalls Lust, mit Video-Botschaften zu experimentieren.

Wie erstelle ich eigentlich Videobotschaften?

Veröffentlicht von: Ina Müller-Schmoß

21. Dezember 2009

Dies ist ein Gastbeitrag von Nikolai Schulz, der die Plattform Memoro Deutschland mit aufgebaut hat und auch betreut. Ich freue mich, dass ich ihn kurzfristig dafür gewinnen konnte, uns ein paar Tipps zum Erstellen von Videobotschaften zu geben:

Möglichkeit eins, um viele Anfängerfehler zu vermeiden:

Der Kauf einer Lern-DVD, z.B. beim Fachverlag Schiele und Schön in Berlin,
die verschiedene Produkte anbieten wie z.B. mit dem Titel: Biografie – Schritt für Schritt zum perfekten Filmportrait – Interaktive DVD-Schulung: Filmen Sie ein einzigartiges Zeitdokument, das Generationen überdauert.

Möglichkeit zwei, so wie ich es gemacht habe, learning by doing. Ich musste natürlich auch Lerngeld bezahlen und konnte die Fehler, wie schlechte Ausleuchtung und schlechter Ton, teilweise durch die Computersoftware korrigieren.

1) Kauf einer einfachen Videokamera, sogenannte Camcorder, möglichst noch mit Mini-DV Kassetten, da bei diesen die beste Qualität gewährleistet wird, alternativ mit eingebauter Festplatte und Mini-DVD, und ganz wichtig einem externen Mikrofonanschluß. Meine Canon MD 216 kostete 199,- €. Bei vielen Kameras werden nur noch SD-Karten als Speichermedium angeboten, dort geht jedoch schon ein Teil der Qualität verloren, da die Filme bereits komprimiert gespeichert werden. Qualität ist wichtig, falls mal mit dem Material eine hochwertige DVD erstellt werden soll! (weiterlesen…)

Memoro

Veröffentlicht von: Inga Wocker

19. Dezember 2009

memoro_de_logo

Ein kleiner Junge, der noch 2 Wochen nach Kriegsende in Straßenkleidung zu Bett geht, weil er nicht glaubt, dass die Bombennächte mit Sirenen im Luftschutzkeller tatsächlich vorbei sind, eine junge Frau, die täglich zwischen Ost- und Westberlin pendelt und sich beim Beginn des Mauerbaus plötzlich von einer Sekunde zur andern entscheiden muss, ob sie zurückgeht oder im Westen bleibt, ein Mädchen, das im Luftschutzbunker verschüttet wird und die Nacht davor genau davon geträumt hatte.

Geschichten, so unterschiedlich wie die Menschen, die sie erzählen, Menschen, inzwischen alt geworden, mit Erfahrungen, die wir uns heute oft gar nicht vorstellen können.

Memoro ist ein Projekt, das diese Geschichten sammelt und im Internet in Form von kurzen Filmen zur Verfügung stellt. Begonnen hat es Ende 2007 in Italien, inzwischen gibt es ähnliche Datenbanken auch in Japan, Deutschland, Frankreich, Argentinien, USA und Spanien.

memoro_deIch spreche mit Nikolai Schulz, der das Projekt in Deutschland aufgebaut hat und auch die deutsche Website betreut. Er hatte in einem Spiegelbericht davon erfahren und sich spontan für die Idee begeistert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 20 Jahre in der IT-Branche gearbeitet, Computervertrieb, Programmierung, Service, etc. und war gerade dabei, sein Leben neu zu sortieren. Reisen nach Indien, die eigene spirituelle Weiterentwicklung, Yoga- und Computerkurse für Senioren sind seine neuen Aufgabenbereiche. Und seit gut einem Jahr gehört jetzt auch das Memoroprojekt dazu, das er z.Z. noch überwiegend im Alleingang und ehrenamtlich organisiert. Über den vor kurzem gegründeten gemeinnützigen Verein können Spendengelder für geplante Projekte gesammelt und Kooperationen z.B. mit Bildungsinstituten eingegangen werden.

Woher kommen nun die Beiträge, wie findet er die Leute, wie ist er vorgegangen, als er sich entschloss, auch in Deutschland die Erfahrungen der über 65jährigen, der “Alten” zu sammeln?

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