Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Ich möchte mit diesem Posting auf den sehr interessanten Beitrag von Brigitte Reiser “Partizipation fördern und organisieren – welche Bedingungen müssen erfüllt sein?” antworten und auch meine Beobachtungen vom diesjährigen Government 2.0-Camp einfließen lassen.
Brigitte schreibt:
1. Bürgern müssen die Kompetenzen vermittelt werden, die notwendig sind, um am Gemeinwesen partizipieren zu können (”Can do”). Dazu gehört auch, vor Ort für eine Infrastruktur zu sorgen, die Partizipation ermöglicht (Internetzugang, Bildungsangebote, Räumlichkeiten für Treffen usw.).
Wenn ich im Gespräch mit Community-Betreibern die Frage stelle, wie man denn auch jene Menschen mit ihren Ideen teilhaben lassen will, die bisher noch nicht von den Online-Kommunikationsmöglichkeiten profitieren können, entweder weil sie keinen Internetanschluss haben, ihn sich nicht leisten können oder (noch) nicht das Know-how haben, um sich hier einbringen zu können, dann ernte ich oft völlig erstaunte Blicke!!! Daran hat man einfach nicht gedacht. Das finde ich verdammt Schade.
Es geht doch in erster Linie um einen schnelleren und besseren Austausch von Ideen und Meinungen und nicht um die Tools und Online-Plattfomen als Selbstzweck. Wir machen im Rahmen von Blogpatenschaften und nischenThema.de die Erfahrung, dass gerade Menschen, die sich für ein Thema begeistern, besonders gut und schnell von den Vernetzungsmöglichkeiten des Internets profitieren. Da genügen meist ein bis zwei kurze Schulungen im Umgang mit Communities oder WordPress, um zu zeigen, wie einfach es ist, ins Internet zu schreiben und Gleichgesinnte zu finden. Genau hier liegt die einmalige Chance, Nonliner bei ihrem Thema abzuholen und spielerisch, fast schon als Nebeneffekt, Internet-Know-how zu vermitteln. (weiterlesen…)
Wer mich kennt, der weiß, dass es mir die dezentralen Vernetzungsmöglichkeiten angetan haben. Ich sehe im Web 2.0 viel mehr als nur neue Vermarktungskanäle für Produkte und Dienstleistungen. Das Internet interessiert mich vor allem wegen seiner emanzipatorischen Möglichkeiten. Online-Kommunikation bedeutet für mich weitaus mehr, als das Veröffentlichen von Pressemitteilungen in Blogs. Die Essenz einer guten (Online)-Kommunikation sind Gespräche.
Und genau dabei kann das Internet helfen: Es kann Gespräche zu vernachlässigten Themen wieder aufleben lassen und im günstigsten Fall, wie bei der Aktion Uwe, sogar über eine Verbreitung im Internet solche Themen bis in die klassischen Medien transportieren. Wer sich zu sehr auf die gängigen Begriffe, wie Web 2.0 oder Social Media Newsroom oder Online-Kommunikation konzentriert, der übersieht leicht die eigentliche Bedeutung, die sich ja erst aus dem Zusammenspiel von Internet + technischen Tools + den Akteuren, die irgendwo, aus irgendeiner Motivation heraus etwas bewegen wollen, ergibt. (weiterlesen…)
Beim Government 2.0 Camp in Berlin am 28.08.2009 besuchte ich 2 Sessions von Jan Linhart und Ingmar Redel, in denen das Projekt Echologic vorgestellt wurde.
Die Initiatoren möchten mit EchologicDurch die Kombination der 3 Säulen: Diskutieren – Vernetzen – Handeln! soll ein völlig neuartiger virtueller Raum des demokratischen Zusammenarbeitens geschaffen werden, mit spürbaren Auswirkungen in den Offline-Alltag hinein. Die Vernetzung soll also nicht (wie leider sehr oft) im Internet stecken bleiben und um sich selbst routieren, sondern vielmehr eine sehr effiziente Methode sein, um konkretes Handeln vorzubereiten.

Jan erläutert das ausführlich an einem Beispiel: (weiterlesen…)