Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Das :zukunfts|institut stellt ein Exemplar der aktuellen Studie “Die Netzgesellschaft – Schlüsseltrends des digitalen Wandels” (Andreas Haderlein, Janine Seitz, 210 Seiten, 28 Abbildungen, ISBN: 978-3-938284-58-2.1) für eine Verlosung hier im Blog zur Verfügung. Vielen Dank!
“Das Internet ist längst zu einem Metamedium des Alltags geworden, in dem gekauft, geworben und gelebt wird. Die Studie beleuchtet die soziodigitalen Dimensionen des Netzes und deren künftige Auswirkungen auf Gesellschaft, Ökonomie und Kultur. Wie verändert der Like-it-Button von Facebook Marketing und Kommunikation? Wieso führt der Umgang mit immer mehr Passwörtern und Accounts (neben neuen Business-Chancen) zu einem völlig neuen Verständnis von Identität? Welchen Einfluss nehmen Empfehlungen, Vernetzungen und Kommentare aus dem Internet auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik? Die Studie stellt die wichtigsten Schlüsseltrends des digitalen Wandels vor und zeigt in einer ausführlichen und beispielreichen Analyse, welche Chancen und neuen Herausforderungen sich auf dem Weg in die Netzgesellschaft von morgen ergeben.”
Leseprobe: als pdf-Datei (1,45 MB)
Weitere Infos auf der Website des Zukunftsinstituts. (weiterlesen…)
Wer immer schon mal wissen wollte, was genau es mit den Creative Commons auf sich hat, der kann sich natürlich auf der Website informieren oder sich diesen sehr anschaulichen Comic ansehen (Klick auf das Bild vergrößert):
Das Ursrungs-Comic über Creative Commons hat der brasilianische Künstler @nerdson erstellt.
Das Internet heißt bei mir seit einiger Zeit nur noch die zweite Welt, weil es nach und nach die Realität verdrängt.
Wer hatte schon vor 20 Jahren einen Computer zu Hause?? Ich nicht, und v.a. dachte ich gar nicht daran, dass dies einmal die Voraussetzung für einen Arbeitsplatz werden könnte. Zum Glück habe ich mir gleich als erstes nach dem Auszug aus dem elterlichen Haus einen Laptop mit Internetzugang angeschafft. Das war vor 13 Jahren, als das Netz hauptsächlich zur E-Mailkommunikation und zur Informationsbeschaffung für die Ausarbeitung von Hausarbeiten, Vorträgen und Klausuren diente. Inzwischen ist es für mich so selbstverständlich geworden, morgens nach dem Aufstehen meine Mails zu checken wie der tägliche Gang zum Briefkasten, nur dass meine Tür den ganzen Tag offen steht!
Eine Tageszeitung habe ich noch nie gelesen, auch dafür nutze ich das Internet und lese nicht nur eine, sondern meistens gleich zwei oder drei. Zumindest hat das den Vorteil, dass weniger Bäume zur Papierherstellung gefällt werden müssen. Im Allgemeinen nutze ich das Netz zur Informationsbeschaffung unterschiedlichster Art, wie z.B. für Fahrplanauskünfte, Kinoprogramme, Reiseberichte, Konzertprogramme, Ärztesuche, alternative oder neue Therapieformen bei auftretenden Erkrankungen, Hintergrundwissen zu geschichtlichen Themen oder zur Schließung von Wissenslücken (Wikipedia) usw. (weiterlesen…)

Ein kleiner Junge, der noch 2 Wochen nach Kriegsende in Straßenkleidung zu Bett geht, weil er nicht glaubt, dass die Bombennächte mit Sirenen im Luftschutzkeller tatsächlich vorbei sind, eine junge Frau, die täglich zwischen Ost- und Westberlin pendelt und sich beim Beginn des Mauerbaus plötzlich von einer Sekunde zur andern entscheiden muss, ob sie zurückgeht oder im Westen bleibt, ein Mädchen, das im Luftschutzbunker verschüttet wird und die Nacht davor genau davon geträumt hatte.
Geschichten, so unterschiedlich wie die Menschen, die sie erzählen, Menschen, inzwischen alt geworden, mit Erfahrungen, die wir uns heute oft gar nicht vorstellen können.
Memoro ist ein Projekt, das diese Geschichten sammelt und im Internet in Form von kurzen Filmen zur Verfügung stellt. Begonnen hat es Ende 2007 in Italien, inzwischen gibt es ähnliche Datenbanken auch in Japan, Deutschland, Frankreich, Argentinien, USA und Spanien.
Ich spreche mit Nikolai Schulz, der das Projekt in Deutschland aufgebaut hat und auch die deutsche Website betreut. Er hatte in einem Spiegelbericht davon erfahren und sich spontan für die Idee begeistert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 20 Jahre in der IT-Branche gearbeitet, Computervertrieb, Programmierung, Service, etc. und war gerade dabei, sein Leben neu zu sortieren. Reisen nach Indien, die eigene spirituelle Weiterentwicklung, Yoga- und Computerkurse für Senioren sind seine neuen Aufgabenbereiche. Und seit gut einem Jahr gehört jetzt auch das Memoroprojekt dazu, das er z.Z. noch überwiegend im Alleingang und ehrenamtlich organisiert. Über den vor kurzem gegründeten gemeinnützigen Verein können Spendengelder für geplante Projekte gesammelt und Kooperationen z.B. mit Bildungsinstituten eingegangen werden.
Woher kommen nun die Beiträge, wie findet er die Leute, wie ist er vorgegangen, als er sich entschloss, auch in Deutschland die Erfahrungen der über 65jährigen, der “Alten” zu sammeln?
Am 8. Dezember 2009 fand in Stuttgart der Vierte Nationale IT Gipfel statt. Christian Scholz aka MrTopf berichtet in seinem Blog über den IT-Gipfel:
Wer IKT sagt, hat schon verloren. Bin auf die Diskussion gespannt.
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Heiko Kunert ist blind. Heute möchte er nicht mehr auf das Internet verzichten. In einem Gastbeitrag schildert er seinen Weg ins Web.
Aus den PC-Lautsprechern dringt eine künstliche Stimme. Auf einer Leiste vor der Tastatur tauchen erhabene Punkte auf und verschwinden wieder. Ich bin blind und arbeite mit dem Computer. Ein so genannter Screenreader wandelt den Bildschirm-Inhalt so um, dass er von der Sprachausgabe und der Braillezeile wiedergegeben werden kann. Diese Hilfsmittel machen es möglich, dass ich selbstständig mit Word oder Excel arbeite. Behördenpost und Kontoauszüge scanne ich ein. Mein Computer liest sie mir vor. Und ich kann E-Mails lesen und schreiben und im Internet surfen. Heute kann ich mir ein Leben ohne das netz nur schwer vorstellen. Es gehört zu meinem Alltag: Ich unterhalte mich mit Menschen, ich kaufe im Web ein, ich lese meine Zeitung online. Dabei war ich nie ein typischer Computerfreak. Für mich soll ein Computer seinen Dienst tun. Ich will nicht an ihm herumbasteln oder gar selbst programmieren. (weiterlesen…)
Das Internet sehnte ich mir herbei, bevor es das überhaupt gab. Als ich 1987 ein Kontaktnetz zur Verbreitung der von mir initiierten Methode „Lernen durch Lehren“ ins Leben rief, kommunizierten wir über Briefe per „Schneckenpost“. Alle zwei Monate schickte ich etwa 700 schwere Pakete, was Etat und Umwelt belastete und auch das Drucken und Einpacken kostete viel Zeit.
Beim Aufkommen des Internets richteten wir 1996 eine Homepage ein (www.ldl.de) und ab diesem Zeitpunkt wurden alle Materialien von dort heruntergeladen. Schlagartig erhöhte sich auch der Bekanntheitsgrad der LdL-Methode.
Sehr bald stieß ich auf die ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien) und die Betreiber zeigten sich sehr kooperativ. Sie reservierten mir ganze Forenbereiche, für das Thema „Lernen durch Lehren“. Gleichzeitig kam ich auf die Idee, nach New York zu fliegen und mich per Forum bei meiner Reise unterstützen zu lassen. Das war toll, denn ich wurde sehr intensiv während der ganzen Reise beraten.
[Red. Anmerkung: Man muß sich das so vorstellen: „es ist doch ziemlich ungewöhnlich auf einen anderen Kontinent zu fliegen und die jeweiligen Aktivitäten per Internet steuern zu lassen, oder?“ – Genau das aber macht Jean-Pol bei diesem Experiment.] Das wiederholte ich mehrmals und ich versuchte, Studenten aus der ganzen Welt per Foren zu verbinden mit dem Thema „Welche Probleme gibt es auf der Welt und wie können wir sie gemeinsam lösen?“ Dafür flog ich nach Russland, Bulgarien, Istanbul und wieder New York. (weiterlesen…)
Das Internet kann etwas bewegen. Das meine ich auch und darum möchte ich auf die Mozilla-Mitmachwoche hinweisen.

Worum geht es?
In der Woche vom 14. bis zum 21. September 2009 bitten wir Einzelpersonen, vorzutreten und etwas zu bewegen, indem sie das Internet nutzen, um ihr Umfeld zu verbessern. Wir suchen Menschen, die bereit sind, zu teilen, zu geben, sich zu engagieren, zu schaffen und zusammenzuarbeiten, indem sie ihre Zeit und ihre Fähigkeiten lokalen Gemeinschaften und Menschen anbieten, die Hife benötigen.
Mozilla glaubt, dass jeder wissen sollte, wie man das Internet nutzt, einfachen Zugang dazu haben sollte und ein gutes Gefühl haben sollte, wenn man online ist. Indem wir die Talente unserer Gemeinschaft im Schreiben, Gestalten, Programmieren, Entwickeln und umfassendes technisches Wissen nutzen, glauben wir, das Internet zu einem besseren Ort für alle zu machen.
Die Mozilla-Gemeinschaft hat in Ihrer Geschichte die Welt – und das Internet – auf verblüffende Weise verändert. Wenn Mitglieder unserer Gemeinschaft beschließen, etwas zu unternehmen, können sie einiges bewegen:
- Senioren das Internet erklären.
- Einer gemeinnützigen Organisation zeigen, wie soziale Netzwerke genutzt werden können, um Unterstützer zu finden.
- Mithelfen, ein drahtloses Netzwerk in einer Schule einzurichten.
- Web-Handbücher für den Computer-Verband einer Bibliothek erstellen.
- Hardware für ein lokales Computer-Zentrum aufrüsten.
- Die Website einer gemeinnützigen Organisation aktualisieren.
- Die Werte eines offenen Internets anderen gemeinnützigen Organisationen näherbringen.
Wer mehr wissen möchte, schaue einfach in die FAQ. Ich finde es gut, dass man den zeitlichen Rahmen nicht so eng sieht. Entscheidend ist:
Wenn Sie in Ihrer lokalen Gemeinschaft Gutes tun wollen, bevor die Mozilla-Mitmachwoche richtig anfängt, tun Sie das. Wir ermutigen jeden, etwas zu bewegen.
Da hat sich in den vergangenen 10 Jahren in Sachen “Computer und Internet” doch einiges getan. Ich erinnere mich noch gut daran, wie glücklich ich über meinen ISDN-Anschluss war, mit dem ich fast doppelt so schnell, wie als schnöder Modem-Nutzer, war. Trotzdem musste ich auf die Zeit achten, denn die Nutzungsstunden zählten – was eine Flatrate war, habe ich dann erst später gelernt. Das ist heute ganz anders, denn ich bin fast in jeder freien Minute online, dank WLAN, Breitbandzugang und Flatrate auch nahezu ohne Einschränkungen.
Wenn ich Berichte über Onliner und (N)onliner lese, gehöre ich aber wohl zu ersteren und damit unter den über 60jährigen wohl zur Minderheit. Doch das war vor 10 Jahren nicht anders und wird seitdem kontinuierlich geändert – wie man sieht, mit geringem Erfolg. Ich finde, dass das auch nicht verwunderlich ist. Das wird klarer, wenn man einmal die Computer-Situation auf eine fiktive Auto-Situation überträgt. Es würde sich dort folgendes Bild ergeben: (weiterlesen…)