Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Markus Stoff erklärt auf dem SBSMCamp Liquid Democracy. An einigen Stellen während der Diskussion fehlt leider ein Mikro. Insgesamt bieten Vortrag und auch die Diskussion einen guten Einstieg in das Thema. Vielen Dank für diesen Mitschnitt.
“Wir stellen Öffentlichkeit her“, das ist wohl die zentrale Aufgabe, die sich Campact seit der Gründung 2004 auf die Fahnen geschrieben hat. Auslöser war MoveOn, eine Internet-Bewegung in den USA, die sich 1998 anlässlich der Clinton-Affaire formiert hatte und mit dem Slogan “let´s talk about politics again” den Fokus wieder auf die wirklich wichtigen politischen Ereignisse in der Welt lenkte. Nach diesem Modell wollte man auch in Deutschland ein ähnliches Online-Netzwerk starten, wo Menschen leicht und unkompliziert ihr Mitspracherecht in Politik und Umwelt geltend machen sollten.
Ich spreche mit Christoph Bautz, Pressesprecher und im Leitungsteam von Campact, bereits seit seiner Jugend politisch aktiv, besonders in den Bereichen Umwelt und Anti-Atomkraft und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit. “Hier geht es um aktuelle politische Entscheidungen, um die schnelle Mobilisation vieler Menschen, um originelle Aktionen.” Da wird z.B. (weiterlesen…)
wollen sich die TeilnehmerInnen der Veranstaltung “Hacks 4 Democracy – Opendata Hackday” am 17. & 18. April 2010 in Berlin stark machen. (Der genaue Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben)
Weitere Infos auf der Website.

Via (politik-digital.de)
Ich verlose 3 Exemplare von REBOOT_D hier im Blog.
Ulrike: “Was treibt mich, dieses Buch zu machen?”
“Ich bin fest davon überzeugt, daß wir am Anfang einer neuen Zeit stehen. Einer Zeit, die geprägt ist vom Umgang mit neuen Technologien, die einen tiefgreifenden Wandel in unserer Welt als Arbeitende, Bürger und Mitglieder von Gemeinschaften mit sich bringen. Ich glaube nicht, daß die bestehenden Systeme und Strukturen den Anforderungen dieser neuen Zeit gewachsen sind. Um ihnen auf persönlicher, gesellschaftlicher und globaler Ebene ansatzweise begegnen zu können, ist ein tatsächlicher, tiefgreifender Wandel, ein Umdenken unabdingbar. Es ist nicht genug, an den bestehenden und einstmals tragfähigen Strukturen und Systemen aus der Vergangenheit ein bißchen auszubessern und sie in Teilen zu erneuern. NEIN, es ist ein tatsächlicher Neustart – ein wirkliches “rebooten” – notwendig! Deshalb heißt unser Buch auch Reboot.”
Das Buch, herausgegeben von Ulrike Reinhard und Hendrik Heuermann, ist wie auch schon das vorige wieder in kollaborativer Arbeit entstanden und ist seit einigen Tagen als Download abrufbar. Wer das Buch jetzt auch in den Händen halten möchte, um darin zu blättern, es während der Bahnfahrt zu lesen, darin zu unterstreichen oder es mit Eselsohren zu versehen – what ever. Wer es als Weihnachtsgeschenk an liebe Freunde weitergeben mag, der kann hier in den Kommentaren noch bis zum 15.12.2009, 12.00 Uhr mittags sein Interesse bekunden. Anschließend werden die 3 Gewinner von mir ausgelost.
Die Gewinner werden am 15.12.2009 12 Uhr mittags per Los oder mit dem Random-Generator (je nach Teilnehmerzahl) ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/ die Gewinner/in wird von mir per Mail benachrichtigt (daher bitte eine gültige E-Mail-Adresse beim Kommentieren angeben).
[update] Der Zufallsgenerator hat gewirbelt und die GewinnerInnen stehen fest. Es sind Christoph, Jürgen und Sophie. Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt auch schon eine Mail erhalten. Sobald ich Eure Adressen habe, gehen die Bücher auf Reisen.
Vor einem Jahr noch, habe ich das Internet eher wie eine Bibliothek genutzt. Ab und zu Informationen sammeln und vielleicht mal ein Kochrezept suchen…. e-mails schrieb ich kaum. Vielleicht eine pro Monat. Das änderte sich schlagartig als ich letzten Dezember eine Petititon an unseren Bundestag stellte. Mir wurde gesagt das ginge jetzt auch im Internet und ich schaffte es tatsächlich meine Grundeinkommenspetititon online auf den Weg zu bringen. Anscheinend hatte ich einen Nerv getroffen.
Ich erlebte staunend, wie immer mehr Menschen diese Petition mitunterzeichneten, wie in verschiedenen Foren und Blogs darüber berichtet und aufgefordert wurde mit zu unterzeichnen. Ich erlebte Demokratie. So wie ich sie mir seit langem wünsche. Frei, eigenverantwortlich, zusammen und sehr lebendig. Und ich lernte das Internet kennen.
Austausch, Information, Organisation, Mobilisierung, Planung… das ist alles möglich im Netz. Endlich! Wir brauchen nicht mehr eine Zeitung oder andere Medien, die freundlichrweise über eine Aktion berichten. Wir berichten nun selbst. Von uns für uns.
Richtig Bauchschmerzen habe ich damals bekommen, als es plötzlich darum ging, irgendwo meine e-mail Adresse öffentlich zu machen… ich sah Gefahren über Gefahren….was ich eben so alles gehört hatte über das uferlose Internet. Ich habe mich dann dazu durchgerungen ….und alles ist gut gegangen.
Mittlerweile nutze ich Twitter, bin gerne bei Facebook und habe einen eigenen Blog, das ist eine Art Internetagebuch und ich schreibe inzwischen viele e-mails pro Tag. Wie das alles geht, habe ich beim Tun gelernt. Ich habe Freunde im Netz gefragt, “wie lade ich ein Bild hoch, wie stelle ich ein Video in meinen Blog,…usw.“ und Schritt für Schritt habe ich dazu gelernt.
Ich nutze das Internet heute als Demokratiemedium. Ich möchte mitmachen in unserer Demokratie. Mitgestalten. Nicht alles den „anderen“ überlassen.
Wir Bürger können uns informieren, vernetzten, uns unterstützen und zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten des Internets sind ein Segen für mich. Wir haben ein Demokratiemedium. Ich nutze es!
Lieber Herr Müntefering, lieber Herr Scherf,
dies ist ein offener Brief an Sie beide, da Sie mich als als jungen Bürger dieses Landes in den letzten 24 Stunden sehr bewegt haben – und das auf unterschiedlichste Weise. Den Brief veröffentliche ich daher auf mehreren Weblogs und in einem Magazin und hoffe auf einen konstruktiven Dialog.
Der letztliche Auslöser für den Brief war Ihre Aussage, lieber Herr Müntefering, dass
die Wurstigkeit, mit der in Deutschland mit Demokratie umgegangen wird, uns Sorgen machen muss.
Und ja, da stimme ich Ihnen zu Herr Müntefering. Gleichzeitig möchte ich aber auch tiefer nachhaken (weiterlesen…)
via: (netzpolitik.org)
Link zur Petition: “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” vom 22.04.2009
[UPDATE] Internetsperren FAQ: Fragen und Antworten
Die Jungen: Engagement? Ja! Parteien: Nein, danke! betitelt das bekannte Politmagazin Monitor einen am 08.01. 2009 ausgestrahlten Beitrag über junge und engagierte Menschen. Neben Sebastian Schwiecker von Helpedia wurden auch die Jungen Helden e.V., die Autorin Julia Zeh und der junge Bundestagsabgeordnete Marco Bülow interviewt. Der komplette sechsminütige Beitrag folgt im unten eingebundenen Video. Die gesamte Sendung findet Ihr hier. Erschreckend fand ich das Ergebnis der Umfrage wonach 29% der Befragten damit einverstanden wären auf demokratische Mitspracherechte zu verzichten, wenn dadurch der Wohlstand gesichert würde…
Via helpedia