Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Christine, Diplomkrankenschwester in einer chirurgischen Ambulanz eines regionalen Krankenhauses. Rudolf, Pflegehelfer in einem Seniorenheim. Sonja, freiberufliche Diplomschwester mit buntem Tätigkeitsspektrum. Bald auch Susanne die Inkontinenzberaterin, Maria die psychiatrische Pflegefachkraft. Sie alle haben beschlossen mitzumachen beim neu gegründeten
„PFLEGEBLOG – Pflege in Österreich“
Mit ihren Beiträgen geben sie Einblick in das Arbeitsfeld der Pflegeberufe in Österreich und machen Pflege und ihre Rahmenbedingungen begreifbar.
Pflegepersonen sind eine Berufsgruppe, die selten über ihre Arbeit berichtet. Die zwei amerikanischen Journalistinnen Bernice Buresh und Suzanne Gordon kamen, nach einer ausführlichen Analyse der Berichterstattung über das Gesundheitswesen, zur Erkenntnis, dass der Pflegeberuf in den Medien stark unterrepräsentiert ist. Sie stellten fest, dass viele JournalistInnen nichts über Pflege wussten. Gleichzeitig waren aber viele Medien daran interessiert über Pflege zu berichten. (weiterlesen…)
Die unten verlinkten Texte sind Auszüge aus dem Buch “52 Dienstage – Ein Frauentagebuch“, geschrieben von 51 Frauen (und einem Ehemann) an 52 Dienstagen des Jahres 2005. Herausgeber ist der Verein Lebendiger Leben! e.V., bei dem Sie das Buch erwerben können.
Über Veröffentlichungen in verschiedenen Blogs möchten wir den Alltagsschilderungen dieser Frauen mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Gleichzeitig möchten wir Interessierten zeigen, wie einfach das Schreiben und Vernetzen im Internet sein kann. Kaum ein Beispiel könnte dafür besser geeignet sein, die Möglichkeiten von “Social Media” aufzuzeigen, als ein bereits vorhandenes Tagebuch mit Zustimmung der AutorInnen auszugsweise ins Internet zu stellen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.
Ergänzung April 2010:
Tatsächlich hat eine der Autorinnen kurz nach der Veröffentlichung ihres Textes damit begonnen mit unserer Hilfe auf der Offenen Plattform zu bloggen. Ihre Beiträge werden unter diesem Link kurz anmoderiert und können per Klick auf den Titel in voller Länge gelesen werden. Unser gesamtes Netzwerk unterstützt durch die Verbreitung über die Kanäle Twitter, Facebook, Blogs, Wikis und Communities Frau Erika K. dabei, ihrem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen: Frau Erika K. bemüht sich seit 1999 um eine Parkerleichterung.
Bisher online:
11. Januar 2005 – Autorin: Erika Knobloch
15. Februar 2005 – Autorin: anonym
8. März 2005 – Autorin: Anja D.
30. August 2005 – Autorin: Simone Walter
6. September 2005 – Autorin: Brigitte F.
Sollten Sie Interesse haben, Ihre Alltagsschilderungen ins Internet stellen zu wollen, schreiben Sie uns.
Wichtig: Wir zeigen vor jeder Veröffentlichung die Möglichkeiten, Chancen und Risiken der Nutzung von Social-Media-Kanälen. Auch weisen wir darauf hin, dass es unter bestimmten Umständen besser sein kann, sein Thema anonymisiert zu veröffentlichen.
Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch “52 Dienstage – Ein Frauentagebuch“, geschrieben von 51 Frauen (und einem Ehemann) an 52 Dienstagen des Jahres 2005. Herausgeber ist der Verein Lebendiger Leben! e.V., bei dem Sie das Buch erwerben können.
Geschrieben am 8. März 2005:
Tage wie dieser bestimmen im Moment mein Leben: Nichts Dringendes wartet, kein Termin und die Freiheit zu tun, was ich will… Na ja, insofern dieses Tun kein Geld kostet… Mein Wecker klingelt nicht halb sechs und auch nicht um neun, nein selbst um zwölf würde er schweigen – ich stehe auf, wenn sich meine Augenlider von selbst gen „oben“ bewegen.
Wozu soll ich morgens aufstehen? Vormittags sind eh alle, die ich kenne – zugegebenermaßen nicht viele, aber dafür sehr innige Beziehungen – arbeiten, und ich kann nicht an jedem Tag die häuslichen Ecken nach Staubkörnern durchforsten. Was für ein Unsinn wäre das! Dann müsste ich nur noch das Rauchen aufgeben und hätte schnellstens eine Suchtverschiebung erreicht, um dem Kind einen Namen zu geben. Nein, da gehe ich lieber den Tag an, wann ich will und ganz entspannt.
Sorge macht mir nämlich lediglich die Aussage anderer Leute, wenn sie hören, wie ich lebe, und sie mir erzählen: Das könnte ich nicht! Ach nein? Ich ja! Aber wie gesagt, sie schaffen es zumindest, dass ich darüber nachdenke, dass sich so etwas wie ein schlechtes Gewissen einstellt. Wie kann ich dieses wieder zum Weichen bringen? Sind wir denn alle gleich? (weiterlesen…)
Auf der Offenen Plattform gibt es eine extra Rubrik “Chronisch Krank”. Dort kann jeder bloggen, der etwas zum Thema zu sagen hat. Gern auch anonymisiert. Aus einigen Patientenforen und Selbsthilfegruppen gibt es bereits erstes positives Feedback zu diesem Angebot. Viele finden es wichtig, bestimmte sensible Themen auch einmal außerhalb der geschützten Foren zu diskutieren, obwohl es generell auch eine große Zurückhaltung bei dem Thema Krankheit und Öffentlichkeit gibt. Aber nur im Dialog mit Gesunden, Arbeitskollegen, Bekannten oder Freunden, kann mehr Verständnis füreinander und damit auch Solidarität untereinander wachsen.
Wir laden Patientenvereinigungen dazu ein, einen eigenen Account auf der offenen Plattform zu bekommen, über den sie Beiträge posten können (z.B. Artikel aus ihren Newslettern).
Durch unsere persönlichen und über einen längeren Zeitraum gewachsenen Kontakte zu Mitgliedern von verschiedenen Patientenvereinigungen konnte im Laufe des letzten Jahres ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. So ist es uns möglich, solche Beiträge anonym zu veröffentlichen und dennoch authentisch zu bleiben. Das ist uns sehr wichtig. Wir wollen weder ein Jammer-Forum sein noch uns mit Trollen herumärgern und sind gegen Cyberchondrie. Unser Ziel ist es in einen Dialog zu kommen, auch mit Nicht-Erkrankten. Die offenen Plattform mit ihrer Themenvielfalt scheint uns hierfür ein geeignetes Format zu sein. Wir freuen uns dort auch immer wieder über Gast-Beiträge zu anderen Themen, wie z.B. Weltmusik oder Internet-Radio, Alltagsschilderungen oder was immer Euch einfällt. (weiterlesen…)