Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Ich möchte mit diesem Posting auf den sehr interessanten Beitrag von Brigitte Reiser “Partizipation fördern und organisieren – welche Bedingungen müssen erfüllt sein?” antworten und auch meine Beobachtungen vom diesjährigen Government 2.0-Camp einfließen lassen.
Brigitte schreibt:
1. Bürgern müssen die Kompetenzen vermittelt werden, die notwendig sind, um am Gemeinwesen partizipieren zu können (”Can do”). Dazu gehört auch, vor Ort für eine Infrastruktur zu sorgen, die Partizipation ermöglicht (Internetzugang, Bildungsangebote, Räumlichkeiten für Treffen usw.).
Wenn ich im Gespräch mit Community-Betreibern die Frage stelle, wie man denn auch jene Menschen mit ihren Ideen teilhaben lassen will, die bisher noch nicht von den Online-Kommunikationsmöglichkeiten profitieren können, entweder weil sie keinen Internetanschluss haben, ihn sich nicht leisten können oder (noch) nicht das Know-how haben, um sich hier einbringen zu können, dann ernte ich oft völlig erstaunte Blicke!!! Daran hat man einfach nicht gedacht. Das finde ich verdammt Schade.
Es geht doch in erster Linie um einen schnelleren und besseren Austausch von Ideen und Meinungen und nicht um die Tools und Online-Plattfomen als Selbstzweck. Wir machen im Rahmen von Blogpatenschaften und nischenThema.de die Erfahrung, dass gerade Menschen, die sich für ein Thema begeistern, besonders gut und schnell von den Vernetzungsmöglichkeiten des Internets profitieren. Da genügen meist ein bis zwei kurze Schulungen im Umgang mit Communities oder WordPress, um zu zeigen, wie einfach es ist, ins Internet zu schreiben und Gleichgesinnte zu finden. Genau hier liegt die einmalige Chance, Nonliner bei ihrem Thema abzuholen und spielerisch, fast schon als Nebeneffekt, Internet-Know-how zu vermitteln. (weiterlesen…)
“Blogpatenschaften – soziales Engagement vernetzen” wurde im April 2008 von mir als Experiment gestartet. Ich wollte herausfinden, ob und wie es gelingen kann, mit Hilfe von “Web 2.0″-Tools und dezentraler Vernetzung das Internet als Feedback-Kanal für “niedrigschwellige” öko-soziale Themen zu nutzen. Die kleine Präsentation zeigt hierfür einige Beispiele. (Stand Dez. 2009)
Kommentare, Kritik und Hinweise auf Anknüpfungspunkte sind jederzeit willkommen.
Veranstaltungshinweis: REBOOT_D: Digitale Demokratie – Alles auf Anfang!, Berlin, 22. September, 9 – 19 Uhr. Homebase, Köthener Str. 44. Programm-Download (pdf)
Es geht also nicht darum, uns gegenseitig noch einmal das Web-Evangelium zu verkünden. Es geht nicht darum, den alten politischen Akteuren einen neuen PR-Kanal zu erschließen, um „die Menschen draußen“ besser zu erreichen. Und es geht eher nur am Rand um „Netzpolitik“, also um den besonderen Ausschnitt der Politik, der das Internet selbst zum Gegenstand hat.
Es geht darum, wie man die neuen Technologien und Praktiken anwenden kann. In kleinen, schnellen, überschaubaren Pilotprojekten, die zu mehr „Demokratie von unten“ führen: zu mehr Transparenz, Vernetzung, Austausch, Engagement, Selbstorganisation. Idealer Weise nicht nur für Netzbewohner, sondern für ganz normale BürgerInnen.
Über Blogpatenschaften beschäftigen wir uns seit gut einem Jahr damit, Offliner mit dem Internet vertraut zu machen und Brücken zu bauen zwischen Onlinern und Offlinern.
Enno Park hat jetzt das Blog “Der Ausdrucker” gestartet und sucht noch BloggerInnen, die dort mitmachen. Ich finde diese Idee sehr gut und möchte sie gern unterstützen. Enno schreibt:
Dieses Blog soll helfen, die digitale Kluft in der Gesellschaft zu überwinden und den “Webculture-Clash” zu mildern.
Mögliche Themen:
* Netzkultur
* Netspeech-Wörterbuch
* Geschichte des Internet
* Funktionsweise des Internet
* Auswirkung des Internet auf den Alltag
* Wohinter sich alles Internet verbirgt, ohne das wir es merken
* Netzpolitik für Offliner erklärt
* Lebenshilfe: Wie kann das Internet Offlinern das Leben erleichtern?
* Empowerment und “Webpowerment”
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