Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.

Blogpatenschaften

Mit positiven Geschichten gegen die allgemeine Krisenstimmung

Veröffentlicht von: Ina Müller-Schmoß

09. Oktober 2009

Gleich 4 Projekte sind mir bei meinen Streifzügen durchs Internet aufgefallen, bei denen es um Lebenslust, Mutmachgeschichten oder nachhaltige Lebenskonzepte geht. Diese heben sich wohltuend ab von den täglichen Krisenmeldungen der klassischen Medien und der Behauptung, dass niemand positive Geschichten lesen mag. Hier die Projekte in zufälliger Reihenfolge:

FROH! Magazin für die schönen Tage des Jahres:
FROH! ist ein Gesellschaftsmagazin (vor mir liegen 82 Seiten A4 zum Anfassen :-) ), das besondere Ereignisse des Jahres aufgreift und sich neugierig auf die Fragen und Themen hinter diesen Anlässen einlässt. Die Beitragenden schenken dem Magazin nicht nur ihre Texte und Bilder, sondern den Lesern auch neue und überraschende Blickwinkel. Durch die sorgfältige Komposition von Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Spiritualität und nachhaltigen Lebenskonzepten entsteht ein hochwertig und liebevoll gestaltetes Magazin.

Auch wird in jeder Ausgabe ein gemeinnütziges Projekt vorgestellt, das sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Menschen einsetzt und gesellschaftliche Alternativen entwickelt. In der aktuellen Ausgabe geht es um anorak21. Das sind Raumpioniere in Nordhessen. Ihre Arbeit mit Jugendlichen ist für Viele der wichtigste Anlaufpunkt. Mehr Infos unter www.anorak21.de.

Die Winter-Ausgabe wird im Dezember 2009 erscheinen und widmet sich dem Thema: STILL. Neben renommierten Beiträgern bekommen vor allem junge Künstlerinnen und Künstler bei FROH! die Möglichkeit, eigene Arbeiten einem größeren Publikum zu präsentieren. Auf der Website, bei Twitter oder Facebook und flickr (wobei die Fotos im flickr-stream wohl nicht verwendet werden dürfen, da mit Copyright versehen) kann man mehr erfahren und in Kontakt kommen. Was ich mir noch wünschen würde, ist ein “richtiges” Blog mit Kommentarfunktion.

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Magazin für Lebenslust
Das Magazin für Lebenslust setzt sich für eine aktive positive Lebensgestaltung ein, will an das Wertvolle und Sinnreiche im Leben erinnern und helfen, Lebenskraft aufzutanken. Jeder kann Artikel, Fotos, Bilder, Geschichten einsenden, aus denen dann eine Auswahl getroffen wird. Es soll tatsächlich ein PRINT-Magazin werden. Vielleicht finden sich ja Autoren oder andere Kreative die sich angesprochen fühlen und mitmachen wollen?? Außerdem gibt es seit etwa einem Monat eine kleine OnlineCommunity, mit Blog, Webalben, Forum, Videos, Musik… (Quelle: leicht gekürzte E-Mail von Gabi Finck)

lebenslust

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Wege zur Heilung: Mutmachgeschichten
Aufgrund der Erfahrungen ihrer eigenen Krankheitsgeschichte hat Frau Sonnenschein eine Homepage mit “Mut-Mach-Geschichten für Kranke” geschaffen. Darin werden wahre Geschichten erzählt von Personen, die einen schweren Krankheitsschub oder eine Krankheit geheilt haben. Ziel der Homepage ist es, Kranken wieder Mut und Hoffnung zu geben und die verschiedenen Wege zur Heilung aufzuzeigen. Denn die Botschaft von endlich-geheilt.de ist: gib nicht auf, finde den Weg, mit deiner Krankheit fertig zu werden und Du wirst “geheilt”. Weil die Seite ganz am Anfang steht, werden noch weitere anonyme Heilungsgeschichten gesucht (Authentizität und Anonymität werden gesichert). Kontakt: Birgit Sonnenschein, Welperstr. 35, 44879 Bochum, info@endlich-geheilt.de (Quelle: leicht gekürzte E-Mail von Birgit Sonnenschein)

endliche-geheilt
Auch bei dieser Website würde ich mir eine Kommentarfunktion wünschen. Ansonsten finde ich die Idee sehr gut.

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How to make the world more beautiful?
Im Blog der Sozialhelden gibt es seit August 2009 das Projekt “How to make the world more beautiful?“.

Menschen aus der ganzen Welt haben gute Ideen, wie Sie die Welt verändern können. Nur leider weiß niemand davon. Das wollen wir ändern. Dazu fragen wir jede Woche eine Person aus einem anderen Land, mit unterschiedlicher Herkunft, Bildung und sozialem Status die gleiche Frage: How to make the world more beautiful? Die Antwort inklusive Foto veröffentlichen wir dann auf unserem Blog. Ungefiltert, unsenziert. Gelebtes Open Source.

Die bisherige Antworten:
Oliver aus Frankreich – “We talk a lot about…
Mohammed aus Ägypten – “I think the world will be more beautiful if…
Joanna aus Polen – “Simply believe that the world already is beautiful…
Juan aus Kolumbien – “We can make the world more beautiful in many different ways…
Ilham und seine Frau aus Indonesien – “My answer (actually me and my wife) is simple:…
Vivian aus Taiwan lebt in Beijing – “Everybody can make the world more beautful…
Rita aus Beijing – “Start from every little thing that you do everyday could help…

alles-was-gerecht

Wer, wie ich, die Aktivitäten der SOZIALHELDEN gut findet, kann jetzt auf der Webseite von Geben gibt für sie voten (unten links!). Dem Gewinner des Publikumspreises winkt ein Preisgeld, mit welchem die Sozialhelden, falls sie gewinnen, das Wheelmap.org-Projekt weiterentwickeln wollen. Ich wünsche Euch viel Glück!

Ein Tagebuch wird vernetzt

Veröffentlicht von: Ina Müller-Schmoß

02. September 2009

Die unten verlinkten Texte sind Auszüge aus dem Buch “52 Dienstage – Ein Frauentagebuch“, geschrieben von 51 Frauen (und einem Ehemann) an 52 Dienstagen des Jahres 2005. Herausgeber ist der Verein Lebendiger Leben! e.V., bei dem Sie das Buch erwerben können.

panthermedia_01501509Über Veröffentlichungen in verschiedenen Blogs möchten wir den Alltagsschilderungen dieser Frauen mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Gleichzeitig möchten wir Interessierten zeigen, wie einfach das Schreiben und Vernetzen im Internet sein kann. Kaum ein Beispiel könnte dafür besser geeignet sein,  die Möglichkeiten von “Social Media” aufzuzeigen, als ein bereits vorhandenes Tagebuch mit Zustimmung der AutorInnen auszugsweise ins Internet zu stellen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.

Ergänzung April 2010:
Tatsächlich hat eine der Autorinnen kurz nach der Veröffentlichung ihres Textes damit begonnen mit unserer Hilfe auf der Offenen Plattform zu bloggen. Ihre Beiträge werden unter diesem Link kurz anmoderiert und können per Klick auf den Titel in voller Länge gelesen werden. Unser gesamtes Netzwerk unterstützt durch die Verbreitung über die Kanäle Twitter, Facebook, Blogs, Wikis und Communities Frau Erika K. dabei, ihrem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen: Frau Erika K. bemüht sich seit 1999 um eine Parkerleichterung.

Bisher online:

11. Januar 2005 – Autorin: Erika Knobloch
15. Februar 2005 – Autorin: anonym
8. März 2005 – Autorin: Anja D.
30. August 2005 – Autorin: Simone Walter
6. September 2005 – Autorin: Brigitte F.

Sollten Sie Interesse haben, Ihre Alltagsschilderungen ins Internet stellen zu wollen, schreiben Sie uns.

Wichtig: Wir zeigen vor jeder Veröffentlichung die Möglichkeiten, Chancen und Risiken der Nutzung von Social-Media-Kanälen. Auch weisen wir darauf hin, dass es unter bestimmten Umständen besser sein kann, sein Thema anonymisiert zu veröffentlichen.

52 Dienstage: Ein Frauentagebuch entdeckt das Internet

Veröffentlicht von: Ina Müller-Schmoß

30. Juli 2009

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Buch “52 Dienstage – Ein Frauentagebuch“, geschrieben von 51 Frauen (und einem Ehemann) an 52 Dienstagen des Jahres 2005. Herausgeber ist der Verein Lebendiger Leben! e.V., bei dem Sie das Buch erwerben können.

Geschrieben am 8. März 2005:
Tage wie dieser bestimmen im Moment mein Leben: Nichts Dringendes wartet, kein Termin und die Freiheit zu tun, was ich will… Na ja, insofern dieses Tun kein Geld kostet… Mein Wecker klingelt nicht halb sechs und auch nicht um neun, nein selbst um zwölf würde er schweigen – ich stehe auf, wenn sich meine Augenlider von selbst gen „oben“ bewegen.

Wozu soll ich morgens aufstehen? Vormittags sind eh alle, die ich kenne – zugegebenermaßen nicht viele, aber dafür sehr innige Beziehungen – arbeiten, und ich kann nicht an jedem Tag die häuslichen Ecken nach Staubkörnern durchforsten. Was für ein Unsinn wäre das! Dann müsste ich nur noch das Rauchen aufgeben und hätte schnellstens eine Suchtverschiebung erreicht, um dem Kind einen Namen zu geben. Nein, da gehe ich lieber den Tag an, wann ich will und ganz entspannt.

Sorge macht mir nämlich lediglich die Aussage anderer Leute, wenn sie hören, wie ich lebe, und sie mir erzählen: Das könnte ich nicht! Ach nein? Ich ja! Aber wie gesagt, sie schaffen es zumindest, dass ich darüber nachdenke, dass sich so etwas wie ein schlechtes Gewissen einstellt. Wie kann ich dieses wieder zum Weichen bringen? Sind wir denn alle gleich? (weiterlesen…)

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