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PFLEGEBLOG - Berichte aus dem Arbeitsalltag von Pflegepersonen

Christine, Diplomkrankenschwester in einer chirurgischen Ambulanz eines regionalen Krankenhauses. Rudolf, Pflegehelfer in einem Seniorenheim. Sonja, freiberufliche Diplomschwester mit buntem Tätigkeitsspektrum. Bald auch Susanne die Inkontinenzberaterin, Maria die psychiatrische Pflegefachkraft. Sie alle haben beschlossen mitzumachen beim neu gegründeten

PFLEGEBLOG – Pflege in Österreich“

panthermedia_00151276Mit ihren Beiträgen geben sie Einblick in das Arbeitsfeld der Pflegeberufe in Österreich und machen Pflege und ihre Rahmenbedingungen begreifbar.

Pflegepersonen sind eine Berufsgruppe, die selten über ihre Arbeit berichtet. Die zwei amerikanischen Journalistinnen Bernice Buresh und Suzanne Gordon kamen, nach einer ausführlichen Analyse der Berichterstattung über das Gesundheitswesen, zur Erkenntnis, dass der Pflegeberuf in den Medien stark unterrepräsentiert ist. Sie stellten fest, dass viele JournalistInnen nichts über Pflege wussten. Gleichzeitig waren aber viele Medien daran interessiert über Pflege zu berichten. Und JournalistInnen berichteten, dass es nur schwer gelang Pflegende zu finden, die bereit waren über Pflege zu reden. Pflegepersonen stehen Kommunikationsstrategien sehr skeptisch gegenüber– übrigens nicht nur in Österreich. ( Buresh B., Gordon S., 2006: Der Pflege eine Stimme geben. Hans Huber, Bern)

Dieses Schweigen hat unter anderem zur Folge, dass diese Berufsgruppe mit ihrem Schaffen und ihren Arbeitsbedingungen wenig wahrgenommen wird. Nur deshalb ist es auch möglich, dass Pflegepersonen sehr oft ungenügende Rahmenbedingungen zugemutet werden nach dem Motto “Die wehren sich eh nicht.”

Pflege trägt mit Ihrem Schweigen selbst zur fehlenden Anerkennung bei. Wollen Pflegende ihr Ansehen, ihr Image als Berufsgruppe verbessern, kommen sie nicht umhin endlich selbst aktiv zu werden. Das ist der Grundgedanke des Pflegeblogs: Aktiv werden, die Stimme erheben, Stellung beziehen, erzählen, berichten, das Schweigen beenden.

Der PFLEGEBLOG erzählt vom Arbeitsalltag der Pflegepersonen in Österreich.
Davon was sie tun, was sie erleben, worüber sie sich ärgern, worunter sie leiden, was sie fordern, worauf sie stolz sind, worüber sie sich freuen, was sie bewegt.

Pflege nimmt sich selbst wichtig. Pflege erhebt ihre Stimme. Pflege macht sich selbst sichtbar.

Derzeit sucht der Pflegeblog weitere in Österreich tätige Pflegepersonen als Autorinnen. Meldet Euch/ Melden Sie sich! Damit die Stimme der Pflege immer lauter wird.

Sonja Schiff, Geschäftsführung Care.Consulting, Initiatorin des Pflegeblogs. office(at)careconsulting.at

Update: Weiter Blogs weisen auf das Pflegeblog hin:
Büroklammer: Blogempfehlung
Santa Precaria: Neues Blog zur Pflege in Österreich

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Kommentare:

[...] Der Pflege eine Stimme geben Gepostet von: Ina   ( Alle Beiträge )Veröffentlicht: 10. September 2009 - 7:11Quelle: http://www.bloggerpatenschaften.de [...]

Ein großartiges Projekt, dem ich viel Erfolg wünsche.

Die Pflege muss heraus aus ihrer spezialisierten Nische. Dazu gehört auch, dass in der Gesellschaft, online und offline, stärker über Pflege informiert und diskutiert wird. Und zwar nicht nur über die rechtliche und finanzielle Ausgestaltung der Pflege, sondern auch darüber, wie sich Mitarbeiter und Klienten, Angehörige und Ehrenamtliche in der Pflege fühlen, wie sie ihre Situation/Arbeit beurteilen, wie sie die Zukunft der Pflege sehen und welche Ideen sie für deren Verbesserung haben.

Sowohl das Gesundheitssystem als auch Teile des Pflegesektors sind zwischenzeitlich spezialisierte “Industrien”, denen häufig die Anbindung an das Gemeinwesen fehlt Wer nicht krank oder pflegebedürftig ist und auch keinen entsprechenden Fall in der Familie hat, hat im Zweifel über Jahre hinweg keinen Einblick in den Pflegebereich. Projekte wie das Pflegeblog können hier Aufklärung schaffen und einen Dialog eröffnen.

Immerhin werden wir alle einmal alt und sind dann mit einem Hilfssystem konfrontiert, das uns in der Form, wie es ist, vielleicht gar nicht gefällt. Deshalb sollte man sich schon frühzeitig auch mit dem Thema Pflege befassen.

Liebe Brigitte Reiser,
danke für die Rückmeldung und die Wünsche. Aus meiner Sicht hast du die Richtung in die sich Pflege bewegen muss, gut gezeichnet. Hoffe Du schaust oft bei uns vorbei ;-)

Ich bin sehr auf das gespannt, was man in dem Blog so erfahren wird.
Vor Pflegern, Ergos etc. hab ich wirklich höchsten Respekt. Die meisten von denen machen einen Super-Job. Aber das ändert leider nichts daran, dass die Träger - zumindest in Deutschland - oft nicht die richtigen Rahmenbedingungen für die Arbeit der Angestellten schaffen.

Wurde eben via Twitter auf Euch aufmerksam und wünsche viel Spaß und Erfolg bei diesem schönen Projekt!

Gruß
Thorsten

(Leider hat es mit dem Kommentieren im Pflegeblog nicht geklappt. Es gibt Fehler im Fiefox-Browser)

Auch ich war sofort begeistert, als ich vom Pflegeblog hörte. Viele Themen müssen noch aus ihren Nischen geholt werden. Authentisches Bloggen kann dabei ein Weg zu mehr Öffentlichkeit sein. Ich wünsche diesem Projekt viel Erfolg und möglichst viele AutorInnen, eine stetig wachsende Vernetzungsgemeinschaft und interessante Begegnungen.

Danke für Eure Rückmeldungen!
@Thorsten Die Kommentarfunktion funktioniert…..weiss nicht woran es lag.
Grüße
Sonja

[...] This post was mentioned on Twitter by Blogpaten , SonjaSchiff, Gesundheitswesen, foulder and others. Blogpaten said: Bitte mitdiskutieren zum Thema: "Pflegeberufe sichtbar machen" http://tinyurl.com/nurwof #Pflegeblog [...]

[...] Hier im Blog: Gastbeitrag von Sonja Schiff über das Pflegeblog [...]

Nicht nur das Pflegepersonal berichtet selten über seine Arbeit das machen andere Berufsgruppen auch nicht. Das die Arbeitsbedingungen und Belastungen in der Pflege sehr hoch und nicht die besten sind ist ja bekannt, nur wenn die Pflege im Krankenhaus, Pflegeheim und in der häuslichen Umgebung trotz aller Widrigkeiten “normal” abläuft interessiert das nicht die meisten. Für die Medien ist das auch nicht spannend genug. Wenn Keime oder Feuer in Alten- und Pflegeheimen Menschen umbringen ist das schon eher eine Schlagzeile wert. Und wenn ich hier lese das Journalisten schreiben es ist schwer Pflegende zu finden die Auskunft über Pflege erteilen kann ich das gut verstehen. Ich habe 2Jahre lang erlebt wie die Pflege in Krankenhäuser, Pflegeheimen und zuhause abläuft. Da hat niemand Zeit und Lust irgendwelchen Journalisten Auskünfte zu erteilen. Ich persönlich habe mit Pflegediensten und Pflegepersonal gute Erfahrungen gemacht und wünsche und hoffe das die Pflege die Aufmerksamkeit und Reputation erhält, die ihr zusteht.

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