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Brücken bauen durch Gespräche zwischen Onlinern und Offlinern - ist das zu simpel?

panthermedia_01894099 Brücken bauen zwischen Onlinern und Offlinern über Gespräche ist nicht besonders spektakulär und daher vielen BloggerInnen auch keine Erwähnung Wert. Dabei ist das Prinzip einfach und wirkungsvoll:

  1. Sehen wo ein Thema exisitert, jemand neugierig ist und einfach mal fragen:  Möchtest Du Dich dazu mit Gleichgesinnten vernetzen?
  2. Bei Interesse einfach mit einem Laptop in ein  Café mit WLAN oder ein Internetcafé gehen, sich unterhalten und was zeigen.
  3. Der Zeitaufwand ist minimal. Es ergeben sich meist nette Gespräche mit interessanten Menschen. Das ist viel besser als z.B. Fernsehen.
  4. Anschließend darüber berichten und den Neueinsteiger in der Online-Community begrüßen.

Thats it!

Vielleicht zu simpel, als das man damit Aufmerksamkeit erwecken wolle? Aus dem Blickwinkel des Offliners sicherlich nicht und absolut wichtig.
In der Sache zudem überall machbar, wo Neugier, ein Thema und WLAN aufeinandertreffen.

[UPDATE]
Bei den möglichen Formaten für Begegnung zwischen Onlinern und Offlinern wie Session, Barcamps, Vortrag, Workshop und was immer es da alles gibt, sind die Caféhausgespräche mit WLAN eben auch wichtig, da sie diejenigen erreichen, die NICHT in größere Veranstaltungen gehen würden, um sich über die Möglichkeiten von Web2.0 zu informieren. Danke an Christine F. für den Kommentar.

Vielen Dank an Ulrike und Dörte, die heute über ihre Erfahrungen beim “Brücken bauen” getwittert haben.

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Kommentare:

Diese kleinen Unterstützungen im Sinne von Nachbarschaftshilfe finden kaum Beachtung. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass die Hilfsbereitschaft generell abnimmt, viele Leute sind nach Feierabend einfach viel zu gestreßt, als dass sie da noch groß andere Leute unterstützen wollen, so jedenfalls mein Eindruck. Die Internetgemeinde ist, glaube ich, viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und den vielen immer wieder neuen Tools über die man sich austauscht. Das verstehen viele Offliner nicht. Da besteht vielleicht auch die gut gemeinte Absicht Brücken zu bauen, es sind aber nicht die richtigen, damit ein Offliner da rüber läuft. ;-) Es sind die richtigen Brücken, wenn sich ein Offliner sowieso schon für Programmierung oder Musik-Downloads usw. interessiert, der bekommt darüber einen Zugang. Es sind aber nicht die richtigen Brücken, wenn jemand z.B. was zum Umweltschutz sagen möchte, darüber bloggen würde, wenn er wüßte, wie das geht. Unter diesem Aspekt finde ich das Angebot der Blogpatenschaften sehr hilfreich, auch wenn es ganz unspektakulär ist, sich in einem Café mal zu treffen, um z.B. für jemanden einen Twitter-Account anzulegen, der noch keinen hat.

Ich denke diese Brücken zu bauen und herzustellen ist sehr wichtig. Warum? Weil wir durch das Internet neue Möglichkeiten haben, uns an gesamtgesellschaftlichen Prozessen aktiv zu beteiligen.

Viele “Offliner” (damit meine ich auch die passiven user) sehen das Internet immer noch so, wie es vor Jahren war. Als eine weitere Konsumquelle.

Die Möglichkeiten, die das sog. Web 2.0 bietet sind den meisten Menschen unbekannt. Da hört man mal etwas über StudiVZ oder Facebook, von den Kindern die ICQ nutzen oder von den Gefahren, von wegen Datenschutz. Ach ja, na klar, die Killerspiele, Gewalt… Das schreckt dann wohl eher ab!

Meine Erfahrung ist, dass ich in meinem “internetfreien Umfeld” die Leute schon interessieren kann, wenn ich davon berichte, welche Möglichkeiten (inhaltlich) das Mitmach-Internet bietet. Ich halte nichts davon die Menschen mit den Millionen von Tools zu überfordern, abzuschrecken (oder zu langweilen).

Schule, Beruf, Politik, soziales Engagement usw. - es gibt für alle Menschen Angebote, die sie zumindest neugierig machen und ihre Meinung über das Web 2.0 vielleicht nochmal überdenken lassen.

Es wird dann Personen geben, die möglicherweise selbst aktiv werden und andere, die z.B. über die Blogpaten einen Blogpost aus ihrem Themenfeld veröffentlichen. Andere wiederum belassen es dabei, interessieren sich nicht. Auch gut.

Mir geht es nicht darum die Menschen zu überzeugen (nur der Web2Nuller ist gut), sondern lediglich darum, weitere Optionen aufzuzeigen, wie man heutzutage am Gesellschaftsleben noch zusätzlich AKTIV teilhaben kann… auch ohne Tekkie sein zu müssen…

Oh Alexander, Du sprichst mir da absolut aus der Seele. :-)

EGOISMUS versus KOOPERATIVES Verhalten?
Ich denke, dass komplexe Gesellschaften nur dann funktionieren können, wenn sich die Menschen kooperativ verhalten. Mit Tipps einander helfen?
Lösungsansätze dazu bietet Web2.0. Ich sehe aber die Gefahr darin, dass viele Ideen, die hier aufgezeigt werden, professionell umgesetzt und zu Geld gemacht werden!
Kooperation ist also auch risikoreich. Wie man dem entgegenwirken kann, weiß ich leider nicht.
Ist soziale Verbesserung der Gesellschaft durch Web2.0 Technologien möglich?
Ich glaube sehr daran!

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