Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Meine Frage an Heiko Kunert:
Welchen Personen oder Medien würdest Du gern einmal von Deinen Themen erzählen, damit sie darüber berichten oder gar etwas verändern?
Antwort von Heiko Kunert:
Ich würde gern mal vor möglichst vielen deutschen Arbeitgebern darüber sprechen, dass sehbehinderte und blinde Menschen genauso gut arbeiten können wie Nichtbehinderte und sie eine große Bereicherung für eine Belegschaft sein können. Und ich wünsche mir, dass die mediale Berichterstattung über Sehbehinderung und Blindheit stärker widerspiegelt, dass die überwiegende Mehrheit der Betroffenen im Senioren-Alter ist. Erst dann schlagen die meisten Erkrankungen (z.B. Makula-Degeneration) zu. Stattdessen fragen die meisten Journalisten bei mir nach jungen, schönen Vollblinden – diese sind fotogener, und ganz blind lässt sich in weniger Zeilen beschreiben als z.B. das langsame Nachlassen des schärfsten Sehens.
Wenn Ihr ebenfalls Fragen an Heiko Kunert habt: formspring Heiko !

Gerade kommt via Skype ein Linktipp rein von @cervus, den ich gern an dieser Stelle weiter reichen möchte: Ein Interview mit Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer (Präsident BITKOM), der auf die Frage, bis wann er sich denn gerade im Bereich “Bildung, Forschung” eine spürbare Änderung wünscht, die obige Antwort gibt. Wer nicht beim vierten Nationalen IT-Gipfel am 18.12.2006 in Stuttgart mit dabei war, kann sich auf dem IT-Gipfelblog weitere Interviews anschauen. Getwittert wird unter @ITGipfelblog.
Am 8. Dezember 2009 fand in Stuttgart der Vierte Nationale IT Gipfel statt. Christian Scholz aka MrTopf berichtet in seinem Blog über den IT-Gipfel:
Wer IKT sagt, hat schon verloren. Bin auf die Diskussion gespannt.
Ich verlose 3 Exemplare von REBOOT_D hier im Blog.
Ulrike: “Was treibt mich, dieses Buch zu machen?”
“Ich bin fest davon überzeugt, daß wir am Anfang einer neuen Zeit stehen. Einer Zeit, die geprägt ist vom Umgang mit neuen Technologien, die einen tiefgreifenden Wandel in unserer Welt als Arbeitende, Bürger und Mitglieder von Gemeinschaften mit sich bringen. Ich glaube nicht, daß die bestehenden Systeme und Strukturen den Anforderungen dieser neuen Zeit gewachsen sind. Um ihnen auf persönlicher, gesellschaftlicher und globaler Ebene ansatzweise begegnen zu können, ist ein tatsächlicher, tiefgreifender Wandel, ein Umdenken unabdingbar. Es ist nicht genug, an den bestehenden und einstmals tragfähigen Strukturen und Systemen aus der Vergangenheit ein bißchen auszubessern und sie in Teilen zu erneuern. NEIN, es ist ein tatsächlicher Neustart – ein wirkliches “rebooten” – notwendig! Deshalb heißt unser Buch auch Reboot.”
Das Buch, herausgegeben von Ulrike Reinhard und Hendrik Heuermann, ist wie auch schon das vorige wieder in kollaborativer Arbeit entstanden und ist seit einigen Tagen als Download abrufbar. Wer das Buch jetzt auch in den Händen halten möchte, um darin zu blättern, es während der Bahnfahrt zu lesen, darin zu unterstreichen oder es mit Eselsohren zu versehen – what ever. Wer es als Weihnachtsgeschenk an liebe Freunde weitergeben mag, der kann hier in den Kommentaren noch bis zum 15.12.2009, 12.00 Uhr mittags sein Interesse bekunden. Anschließend werden die 3 Gewinner von mir ausgelost.
Die Gewinner werden am 15.12.2009 12 Uhr mittags per Los oder mit dem Random-Generator (je nach Teilnehmerzahl) ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/ die Gewinner/in wird von mir per Mail benachrichtigt (daher bitte eine gültige E-Mail-Adresse beim Kommentieren angeben).
[update] Der Zufallsgenerator hat gewirbelt und die GewinnerInnen stehen fest. Es sind Christoph, Jürgen und Sophie. Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt auch schon eine Mail erhalten. Sobald ich Eure Adressen habe, gehen die Bücher auf Reisen.
Dorothea (72), Sabine (45), Theresa (73), Vroni (45), Stephan (55) und Wolfgang (51) leiden unter Multipler Sklerose und leben in einem Pflegeheim. Auf der offenen Plattform geben sie Einblicke in ihren Alltag und in ihre Gedanken und Gefühle. Hier geht es zum – Teil 1 - , – Teil 2 – , – Teil 3 – , – Teil 4 – , – Teil 5 - ihres Berichtes. Wir wünschen uns, dass eine Veröffentlichung im Internet vielleicht ein klein wenig dazu beitragen kann, dass dieses Thema mehr ins öffentliche Blickfeld rückt. Begleitet wurden die Autoren von Angela Gröschl-Eigenstetter, Sozialpädagogin und Heilpraktikerin für Psychotherapie, die mir in einer E-Mail schreibt, wie alles begann:
Hier möchte ich Ihnen nochmals schildern, wie dieser ungewöhnliche Bericht entstanden ist. Gleichzeitig zeigt diese Entstehungsgeschichte auch auf, zu welch wunderbaren Ergebnissen die Vernetzung (die menschliche und auch die im Internet) führen kann – obwohl ich alles andere als Computerfreak bin.
Da ich seit 1992 mit schwerstbetroffenen MS-Patienten arbeite (Gesprächsgruppe und beratende bzw. therapeutische Einzelgespräche als Sozialpädagogin und Familientherapeutin, seit 1997 auch SOWI-Therapie und seit 2006 teils auch Hypnosearbeit), die in einem Pflegeheim in Oberbayern leben, begebe ich mich manchmal ins Internet, um zum Thema MS zu recherchieren. So stieß ich auf die Seite von Annette Uthoff www.ms-na-und.de. Ich sandte Ihre eine kleine Mail, als Anerkennung für ihre schöne Seite – sie antwortete sofort “freudestrahlend” über die Anerkennung, die ihrer Seele gerade eben so gut tat. So entstand zunächst ein sehr interessander fachlicher Austausch – Annette hat als Lehrerin für autogenes Training, dieses Verfahren “MS-gerecht” gemacht – und schließlich entwickelte sich eine gegenseitig befruchtende Internetfreundschaft. Annette berichtete mir u.a. von ihren teils frustigen Erfahrungen mit MS-Gruppen, die ihrer Psyche häufig eher belasteten, als sie zu entlassten.
So bot ich ihr an, doch nach Bayern in “meine” MS-Gruppe ins Pflegeheim zu kommen, um mal etwas ganz anderes und Besonderes kennen zu lernen. Natürlich hatte ich das vorher mit der MS-Gruppe besprochen und die fanden es super, mal Besuch zu bekommen. Annette kam tatsächlich im Juni 2008 in die Gruppe ins Pflegeheim und war so bewegt und erstaunt, dass sie darüber eine Bericht in ihrer homepage schrieb: “Wie sehen Erfolge der SOWI-Therapie aus?”
Natürlich habe ich diesen Bericht ausgedruckt, um ihn der MS-Gruppe vorlesen zu können. Auf dem Weg zum Pflegeheim wurde mir plötzlich bewusst, dass ich selbst in meiner eigenen homepage zwar über die SOWI-Therapie berichte und meine Seminare ankündige, jedoch noch nie über meine Arbeit und Erfahrungen im Pflegeheim berichtet habe – bis heute hab ich es nicht geschafft. Ich dachte mir: “Muss erst Annette kommen aus dem hohen Norden um mich selbst daran zu erinnern über meine sicher ungewöhnliche, aber extrem intensive Zusammenarbeit mit den schwerbetroffenen Menschen im Pflegeheim zu berichten?” So entschloss ich mich also der Gruppe anzukündigen, dass ich über kurz oder lang etwas über unseren gemeinsamen Weg berichten möchte – auch die Bedeutung der SOWI-Therapie in diesem Zusammenhang. Als ich jedoch schließlich das Pflegeheim betrat wurde mir schlagartig bewusst, dass es nicht mein Job ist über die Gruppe zu berichten, sondern dass es alleine die Sache der Gruppe ist, über sich selbst zu erzählen, ihre Erfahrungen, ihren Weg, ihr Schicksal …. was auch immer …. egal!!!
Es wurde mir schlagartig bewusst, dass es die Gruppe ist, die für sich selbst sprechen kann und muß und gleichzeit war mir auch schon klar, dass das etwas ganz besonderes und außergewöhnliches werden würde. Im Grunde habe ich vom ersten Gedankenblitz an nicht gezweifelt, dass dieses Projekt gelingen wird – schließlich kenne ich jeden Teilnehmer aus der Gruppe und weiß, was sie zu sagen haben.
Die Gruppe erklärte mich mich natürlich erst mal für verrückt. Was hätten sie schon zu berichten, wen würde das schon interessieren und überhaupt, wozu etwas schreiben, was niemals jemand lesen würde? Sofort bot ich meine homepage als “Plattform” an – trotz aller Unkenrufe – ich sah das Leuchten in den Augen der Leute, das erste noch etwas zaghafte aber schon stolze Lächeln auf den Lippen des einen und der anderen. Klar – die Gruppe hatte Feuer gefangen.
Es sollte uns viel Schweiß und Mühe kosten.
Monatelanges Arbeiten – es wir ein ganzes Jahr. Die Gruppe diktiert, ich schreibe mit, bringe zuhause alles zu Papier (in den PC). Es wird wenig verworfen, aber vieles neu formuliert. Die Lebensgeschichten werden reflektiert. Wir lernen uns nochmal ein Stück näher kennen und erfahren, dass das, was Menschen brauchen um ihr Leben im Pflegeheim neu gestalten zu können, offenbar sehr Ähnliches ist. Natürlich ein gutes Heimkonzept – klar – aber vorallem freundliche und wohlwollende Menschen. Natürlich gute Pflege – klar – aber auch die Seele braucht Unterstützung! Darüber kann die Gruppe berichten. Die Gruppe erkennt immer mehr, dass das nicht übel ist was da entsteht. Ich bin begeistert und wahnsinnig Stolz darauf, was ich da im Auftrag der Gruppe zu Papier bringen kann.
Engagement für Andere – der Bericht soll jenen Helfen, die ggf. vor der Angst stehen, in ein Pflegeheim zu müssen. Uns ist klar, dass die Bedingungen in den Heimen sehr unterschiedlich sind!!! Gibt es andere Häuser, wo es therapeutische Einzel- und Gruppenangebote gibt? Das wäre spannend zu erfahren – auch hierzu Rückmeldung zu bekommen.
Es wird mir und uns immer mehr bewusst, das man damit an die Öffentlichkeit gehen muss. Zeitungen? Fachjournale? – noch keine rechte Ahnung – wir werden sehen. Klar ist: “Wir nutzen das Internet”. Kaum auf meiner Seite veröffentlicht, hat Annette Uthoff und Birgit Sonnenschein den Bericht mit Zustimmung der Gruppe in Ihre Seite übernommen bzw. verlinkt. Danke.
Und jetzt kommt noch das Angebot von www.offene-plattform.de – tausend Dank
und ganz herzliche Grüße
Angela Gröschl-Eigenstetter (www.sowi-rosenheim.de)
Hier wieder eine Zusammenfassung unserer Vernetzungs-Aktivitäten im November:
Offene Plattform
Erika Knobloch – Eine Parkerleichterung würde mir zu mehr Lebensqualität verhelfen
Wale und Delfine – Lebensraum erhalten
Magazin für Lebenslust
kulturmanagment
NPO-Blogparade: die internen Voraussetzungen für den erfolgreichen Social Media-Einsatz
wueDesign
Internet und Senioren – 10 Hürden und eine interessante Diskussion im Blog
HoSi´s Online-Stammtisch immer einen Besuch wert!
Stammtisch am 17.11.09
Not quite like Beethoven
lesenswert!!!
Netter Versuch, aber Dialog sieht anders aus! O2 und die Behinderten.
Morbus Crohn – Colitis ulcerosa-Blog
Ich bin endliche geheilt!
Regentropfenaugen
Nicht geheilt, aber heilsam
Soziales Netzwerken
Einfach sein und sein lassen
waswirbloggen
Hinweis auf WikiWoods-Pflanzaktionen
Balbi.de
Depression und Mutterglück
Hier im Blog
Serie – “Wie ich das Internet nutze”
Gastbeitrag: Roland Dunzendorfer – Das NeulandCamp 09 will die notwendige Brücke zwischen Kunst und Nachhaltigkeit schlagen.
Ingo Frost – Nachpflanzen im Biesenthaler Becken
Rike Beckmann – firmm: Eine Stiftung zum Schutz und zur Erforschung von Meeressäugern
Inga Wocker – donare.de
Neu dazu gekommen bei den Blogpaten
Bruno Raffa: Blog, Twitter
Birgit Sonnenschein: Blog
Inga Oltersdorf: Blog, Twitter
Du möchtest auch im Vernetzung-Mix genannt werden?
Kein Problem. Werde selbst aktiv und gehe Kooperationen ein. Zeige z.B. anderen, wie Bloggen oder Twittern funktioniert, fördere die Vernetzung von öko-sozialen oder kulturell-kreativen Aktionen und berichte darüber. Dann verlinken wir Dich hier. Dein Beitrag fehlt hier noch? Du möchtest mit uns in Kontakt kommen? Dann kommentiere hier oder nutze unser Kontaktformular. Du hast ein Blog und möchtest selbst Blogpate werden? Dann melde Dich hier.
Leute, nutzt doch mal wieder Eure Blogs zur Vernetzung und setzt Links auch wenn´s mal über den eigenen Tellerrand geht!
Bitte greift diese Aktion: Bäume pflanzen mit WikiWoods – am 15.11.09 am Rande des Nationalparks Unteres Odertal wieder in Euren Blogs auf und berichtet darüber auf allen Kanälen, die Euch zur Verfügung stehen. Teilnehmende Blogs von denen wir erfahren, werden wie immer auch hier verlinkt. Über Pflanzaktionen von WikiWoods zu bloggen, macht immer Sinn, auch wenn Ihr nicht im akuellen Projektgebiet wohnt, denn die Idee von WikiWoods ist jederzeit auch auf andere Orte übertragbar. Das heißt, jeder kann ähnliche Aktionen in seiner Region planen und sich das Organisatorische von schon gelaufenen Projekten abschauen. In diesem Sinne ist “klauen” sogar erwünscht und kreatives Mehrfachposten in verschiedenen Blogs hilfreich. Ein WikiWoods-Medien-Pool steht Euch unter Flickr (Gruppe WikiWoods) bereit und beinhaltet u.a. Fotos in hoher Auflösung, die unter Angabe der Quelle frei verwendet werden dürfen.
Hinweis auf das im Mai diesen Jahres gestartete Projekt Internet-Patinnen und -Paten im Rahmen der Initiative Internet erfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie:
Sehr geehrte Frau Müller-Schmoß,
heute erhalten Sie eine Aktuellmeldung aus dem Programm *Internet-Patinnen und -Paten: Erfahrung teilen* zur Ihrer Information. Bei Veröffentlichung freuen wir uns über einen Beleg. (Das mache ich hiermit gern und freue mich auf einen Erfahrungsaustausch.)
*Internet individuell: Patinnen und Paten unterstützen Neulinge*
Leitfaden und Lernraum für Internet-Patinnen und -Paten jetzt online
Im Jahr 2009 haben trotz der scheinbaren Allgegenwart des Internets noch immer rund 20 Millionen Menschen in Deutschland keinen Internetanschluss. Angebote zur Information und Unterhaltung des Fernsehens, Radios und der Printmedien sind für diese Gruppe ausreichend; ein Mehrwert des Internets ist für sie offenbar nicht erkennbar. Darüber hinaus wird von einem Teil der Nichtnutzerinnen und -nutzer befürchtet, dass sie ihre sozialen Kontakte durch die Internetnutzung vernachlässigen könnten. (weiterlesen…)
Unbedingt sehenswert! Legt Euch am besten die Slideshow auf die eine Hälfte des Monitors und den Livestream auf die andere. Prof. Dr. Peter Kruse: Wie die Netzwerkkultur die Gesellschaft verändert. Twitter-Account und YouTube-Channel von Peter Kruse.
In Netzwerken entfaltet nur Wirkung, was Resonanz erzeugt.

Illustration: Joan M. Mas