Blogpaten: In unseren Blogs veröffentlichen wir Gastbeiträge zu öko-sozialen Themen und verbreiten diese Inhalte über unser Netzwerk.
Wer kennt sie nicht, die Obstbaumalleen, wo die Pflaumen, Kirschen oder Birnen sinnlos im Gras und auf der Straße verfaulen, vernachlässigte Gärten, wo die Wespen und Bienen ein Schlaraffenland haben und Parkplätze oder öffentliche Anlagen, wo die Stadt das faule Obst nur mit Kehrmaschinen zusammenschiebt und entsorgt. Da fragt man sich doch wirklich, gibt es keine andere Möglichkeit? Gibt es nicht genug Menschen, die sich darüber freuen würden? Doch wie können sie dieses herrenlose Obst finden?
Vor gut einem Jahr entstand genau aus diesen Überlegungen heraus während einer Paddeltour die Idee für eine Plattform im Internet, die es sich zur Aufgabe macht, die beiden Enden miteinander zu verknüpfen: www.mundraub.org. Dort ist es möglich, in einer Deutschlandkarte Obstbäume, die zum Abernten freigegeben sind, einzutragen bzw. umgekehrt nach solchen Bäumen in der eigenen näheren Umgebung zu suchen. (weiterlesen…)
Wer immer schon mal wissen wollte, was genau es mit den Creative Commons auf sich hat, der kann sich natürlich auf der Website informieren oder sich diesen sehr anschaulichen Comic ansehen (Klick auf das Bild vergrößert):
Das Ursrungs-Comic über Creative Commons hat der brasilianische Künstler @nerdson erstellt.
Stefan Wolpers und Thomas Pfeiffer von Twittwoch e.V. loben einen Deutschen Social Media Preis 2010 aus. Gesucht werden insbesondere gerade solche Projekte, die mit viel Witz, Geist und Engagement, aber ohne riesiges Budget kleine Social Media-Perlen ins Leben rufen. Projektvorschläge können direkt auf der Website eingereicht werden. Vergeben werden die Preise in den Kategorien: “Gute Sache“, “Kunst“, “Medien“, “Gesellschaft” und “Wirtschaft“. Die Sieger werden per Abstimmung durch die Community ermittelt. Das Preisgeld von derzeit 4.500,- € darf gern noch durch Sponsoren aufgestockt werden.
Hashtag: #smp10
Beim UrbanCamp in Hamburg habe ich das enorm-Magazin kennen und schätzen gelernt. Gestern erreichten mich 3 Ausgaben der aktuellen Ausgabe Nr. 3, die ich hier im Blog verlosen möchte.
Wer sich für das enorm-Magazin interessiert, der kann hier in den Kommentaren noch bis zum 26.9.2010, 12.00 Uhr mittags sein Interesse bekunden. Anschließend werden die 3 Gewinner von mir ausgelost.
Twitter: @enorm_magazin
Facebook: enorm
Es ist an der Zeit. Zeit für ein neues Denken. Zeit für neue Ideen. Zeit für eine kleine Revolution. Das Magazin enorm ist ein unabhängiges Wirtschaftsmagazin, das an die Überwindung gesellschaftlicher Missstände zum Wohle des Menschen mittels des Gedankens des Social Business in all seinen Facetten glaubt und mit daran arbeiten möchte.
Was seit Jahrhunderten nicht gedacht wurde, wird nun eine breite Bewegung: Die Überwindung von Armut, Hunger, Umweltzerstörung und globaler Ungerechtigkeiten sind möglich mit einer neuen Form des Kapitalismus, einem Kapitalismus mit menschlichem Antlitz.
enorm will diese neue Form des Wirtschaftens in die Köpfe der Menschen tragen und wendet sich somit an Menschen, die offen sind für neue Ideen. An Menschen, die gesellschaftliche Verantwortung tragen in Politik, Wirtschaft, Stiftungen und NGOs. Ihnen will enorm Inspiration und Orientierung bieten, es will begeistern und motivieren, ist informativ und seriös, unterhaltend und authentisch – auf höchstem journalistischen Niveau.
Die Gewinner werden am 26.09.2010 12 Uhr mittags per Los oder mit dem Random-Generator (je nach Teilnehmerzahl) ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/ die Gewinner/in wird von mir per Mail benachrichtigt (daher bitte eine gültige E-Mail-Adresse beim Kommentieren angeben).
[Update] Die Gewinner stehen fest. Herzlichen Glückwunsch an Inga, Thorsten und Kai. :-)

Hier folgt wieder eine kleine Zusammenfassung unserer Vernetzungs- und Brückenbau-Aktivitäten der zurückliegenden 3 Monate:
Was machen wir?
Unser Ziel ist es, die Verbreitung von “vernachlässigten” Themen im Internet zu fördern. Menschen, die sich in öko-sozialen Projekten engagieren, können bei uns Gastbeiräge veröffentlichen, die wir dann über unsere Online-Kanäle weiter verbreiten. Projekte, die schon Online-Kanäle nutzen, können durch Gastbeiträge auch außerhalb der eigenen Netzwerke, auf ihre Themen aufmerksam machen und somit die Chancen erhöhen, neue Kooperationspartner und Mitgestalter zu finden.
In folgenden Blogs gab es Veröffentlichungen:
nischenThema.de
Gastbeitrag von Dietmar von Berber-Info – Von Berbern und anderen sozialen Problemen
Selbsthilfevereinigung organisiert Flashmob
Gastbeitrag von Claudia Groth – Das Kind braucht einen Namen
Gastbeitrag von Sebastian Bögel – Wie soll man studieren in einem Krieg, der einem alles nimmt Teil1, Teil2
OFFENE PLATTFORM
Gastbeiträge von Kali Balcerowiak – Was ist eigentlich Jodsensibilität,
Hinweis auf Informationsveranstaltung zu Hashimoto
[Update] Gastbeitrag von Inga Wocker: Borderline – Abstürze, Wut und Weiterleben
Hier auf Blogpatenschaften, dem Netzwerkblog
Ina Müller-Schmoß – Support für Non-Profit-Initiativen, technische und redaktionelle Betreuung beim Bloggen, Vernetzung.
Teilnahme am UrbanCamp in Hamburg und Bericht über Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume.
Andreas Sander: Saarland 2.0 – ein Dokumentationsprojekt
chrisp´s virtual comments
Gastbeitrag von Helen und Kathrin, Uni Tübingen – Computerbasierte Kollaborationsskripte – Die Rettung der effektiven Gruppenarbeit?
notquitelikebeethoven
Behindert=Arm. Beim Projekt “Ginko” mitmachen.
Zusammenfassung – Schwerhörige im Beruf
SMCCV
Aus dem Bauch heraus – neue Internet-Seite mit Videos von Crohn- und Colitis-Patienten.
Colina-Foto
Gastbeitrag von Inga Wocker – Und schon wieder zu langsam
Reporter positiver Nachrichten
Bericht über das UrbanCamp
Diese Aufstellung wird noch ergänzt:
Seniorenforum Würzburg
berichtet über die Initiative Soziales Dorf – Gemeinschaftswohnprojekt auf dem Land
Der Kontakt zur Initiative war kurz vorher via Twitter zustande gekommen.
Du möchtest auch im Vernetzungs-Mix genannt werden?
Kein Problem. Werde selbst aktiv und gehe Kooperationen ein oder stelle Dein Blog für Gastbeiträge von öko-sozialen Initiativen zur Verfügung. Zeige z.B. anderen, wie Bloggen oder Twittern funktioniert, fördere die Vernetzung von öko-sozialen oder kulturell-kreativen Aktionen und berichte darüber. Dann verlinken wir Dich hier. Dein Beitrag fehlt hier noch? Du möchtest mit uns in Kontakt kommen? Dann kommentiere hier oder nutze unser Kontaktformular. Du hast ein Blog und möchtest selbst Blogpate werden? Oder Du möchtest einen Gastbeitrag schreiben? Dann melde Dich hier.
Am vergangenen Wochenende (3.-5. September 2010) fand im Werkheim in Hamburg, das erste UrbanCamp statt.
Das UrbanCamp ist nach dem Prinzip eines klassischen Barcamps ( sog. Unkonferenz) organisiert. Das heißt, es wird weder unterschieden zwischen Referenten und Zuschauern noch gibt es einen festen Zeitplan oder feststehende Themen. Die Teilnehmer(innen) entscheiden jeweils spontan, worüber sie selbst sprechen und an welchen Sessions sie teilnehmen wollen. Mögliche Sessions können im Vorfeld, meist in einer begleitenden Plattform, schon mal vorgeschlagen und andiskutiert werden. Diese Idee hat ihren Ursprung darin, dass auf klassischen Konferenzen das wirklich Spannende meist in den Pausen passiert! Warum also nicht gleich eine Veranstaltung machen, die nur aus Pausen besteht. ;-)
Mitmachen ist angesagt.
Beim UrbanCamp gab´s aber noch eine Besonderheit. Es blieb nicht nur dabei, dass wir diskutierten und einzelne Initiativen (Freiwilligenbörse Hamburg, bienenstaat.net, Zweikampfverhalten e.V., Hometown Glory, Naturschutzbund NABU, Sneep) sich vorstellten. Am Samstag Vormittag hatten wir die Möglichkeit, die teilnehmenden Initiativen vor Ort zu besuchen und dort direkt in die aktuelle Projektarbeit mit einzusteigen oder, wie bei Zweikampfverhalten an einem Workshop im Werkheim teilzunehmen.
Ich war im Vorfeld schon auf das Projekt „Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume“ aufmerksam geworden und schloss mich dieser Gruppe an. Blumenwiesen anlegen, gemeinsam pflegen und mit Menschen ins Gespräch kommen, ist eine tolle Sache! Brachliegende Flächen verwandeln sich dadurch in freundliche Ort, Bienen erhalten Lebensraum zurück und der Mensch sieht, wie er selbst Veränderungen herbeiführt, sobald er aktiv wird. Erstaunlich, dass wir Stadt-Menschen uns so naheliegende Dinge erst wieder bewusst machen müssen. Toll dass bienenstaat.net dabei hilft.
Was finden wir „schön“?
Wir (ungefähr 10 Teilnehmer) trafen uns am Samstag in den Räumen der Freien Kunstschule Hamburg.
Jochen Abeling, der unter anderem auch die Vernetzung der Projekte auf Facebook vorantreibt, erzählte uns etwas zur Kunstschule, zu den gerade ausgestellten Arbeiten von Gerd Paulicke (die Stelzenläufer siehe Bild oben), wie auch zur Idee von „Blütenträume“ und beantwortete unsere Fragen. Wir erfahren, dass “Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume” im Seminar Sozialer Organismus entstanden ist.
Auch die praktische Arbeit an der Natur kommt ohne ein Umdenken der gängigen Ansichten nicht aus: Nicht kurzgeschorene Rasenflächen, einseitig gezüchtete “Zier”pflanzen und ausländische Stauden stehen für eine intakte natürliche Umwelt, sondern standortgerechte einheimische Blütenpflanzen und Kräuter. Für viele Menschen wird es somit nötig werden, bei der Naturbetrachtung einen neuen Ästhetik-Begriff zu entwickeln und die Vorstellung von “schön” zu überdenken.
Mit Spaten, kleinen Pflanzschaufeln und zwei kleinen Kisten mit Sonnenblumensetzlingen im Gepäck, starten wir unseren Pflanz-Spaziergang, frei nach dem Motto des UrbanCamps „Wir verändern Hamburg“. Wir besuchen drei, der bereits angelegten Blütenwiesen, um diese von Unkraut zu befreien und unsere Sonnenblumen einzupflanzen. Toll ist, dass wir dabei immer wieder mit neugierigen Spaziergängern oder Anwohner(innen) ins Gespräch kommen und unsere Flyer verteilen können.
Philipp Baumgärtel, der Name ist hier Programm, Landschaftsgärtner, erklärt, dass man eigentlich pro Setzling 10 Liter Wasser benötigt. Er bloggt auch und beschreibt seine Eindrücke vom UrbanCamp in einem eigenen Blogbeitrag. Diesmal haben wir Glück und bekommen von einer Anwohnerin einen großen Eimer Wasser gereicht.
Am Fuß der Altonaer Terrassen findet man die schönste, der vom Blütenträume-Team bereits angelegten Wiesen. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich solche Wiesen, im Urlaub in Mecklenburg oder gerade erst auf Rügen, immer so geliebt und bewundert habe. Irgendwie dachte ich wohl, dass sowas Schönes in der Stadt gar nicht gedeihen kann!!! Es ist eine bunte Mischung aus Mohn, Ringelblume, Margerite, Borretsch, Kornblume, Kamille, Lein…, habe ich was vergessen, die da wächst und gedeiht. Wildblumen lieben geradezu karge, magere Böden, erfahre ich. Gemäht werden muss nur 2 mal pro Jahr mit einer Sense.
Wer jetzt selbst aktiv werden will, findet auf der Webseite des Projektes eine ausführliche Anleitung zum Anlegen einer kleinen Blumenwiese. Bei Google gibt es eine Standortkarte und jeder der mag, kann „seine“ Wiese dort hinzufügen.
Demokratie braucht aktive Bürger
heißt es im Blütenträume-Flyer. Das UrbanCamp hat gezeigt, wie man Aktive aus verschiedensten Bereichen zusammenbringen kann. Die teilnehmenden Initiativen können vom guten Vernetzungsgrad manch eines Barcampers profitieren und so ihre Chancen erhöhen, auch außerhalb der eigenen Netzwerke, neue Aktive und Kooperationspartner zu finden. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Engagement ist, findet im Rahmen eines UrbanCamps eine gute Gelegenheit sich die Arbeit von Initiativen vor Ort anzuschauen. Ich könnte mir vorstellen, dass BarCamps, die auch zu praktischen Aktionen einladen, sehr gut geeignet sind, auch weniger webaffine Personenkreise zur Teilnahme an einem BarCamp zu ermutigen und Hemmschwellen abzubauen.
Ich bin gespannt auf weitere Veranstaltungen dieser Art. Ist evtl. schon eine UrbanCamp in Berlin angedacht? Ich wäre mit dabei.
Weitere Bilder im Flickr-Pool und auf der Community-Website.
Weitere Berichte aus den Initiativen:
Da man es aus Zeitgründen ja nie schafft, an allen Angeboten teilzunehmen, ist es super, dass jede Gruppe einen kleinen Bericht online gestellt hat. So erfährt man, was in den anderen Gruppen los war.
Besuch im Pavillion-Dorf Mattkamp – ein Bericht von Frauke, die bei der Freiwilligenbörse Hamburg mit dabei war.
Blütenträume beim UrbanCamp – Der Bericht von Maike Gosch.
Zweikampfverhalten – noch ein Beitrag von Frauke.
Zweikampfverhalten – von Jan Knachstedt
Gewässernachbarschaftstag Raakmoorgraben beim UrbanCamp – ein Bericht von Werner Stickler.
[UPDATE] Link zu einer Berliner Initiative: Wildblumenwiesen in Berlin
In diesem Beitrag möchte ich berichten wie es gelingen kann, einen groben Überblick zu behalten welche Informationen (Links, Bilder, Videos) über meine Twitterer denen ich folge erwähnt werden. Für manche Neueinsteiger zeigt sich dieses Problem oft nicht direkt, da man eine bestimmte Anzahl an Twitterusern noch recht gut über den Tag oder Abends beim Durchlesen folgen kann. Was aber tun, wenn man es nicht mit 10, 20, 30, sondern mit 100, 200 oder sogar mehreren 1.000 Menschen zu tun hat? Natürlich muss klar sein, dass man die Informationsflut die bei mehreren hundert oder tausend Usern entsteht nicht mehr in dem Maße “kontrollieren” kann wie es bei bis zu 100 Menschen der Fall ist. Man muss Abstriche machen, wenn man nicht jede Sekunde bei Twitter mitlesen will. Man muss sich darauf einlassen, dass manche Informationen irgendwo im Twitter-Kanal vorbei ziehen, ohne dass man sie aufnehmen konnte. Viele Twitter-User fragen mich bei Stammtischen wie ich denn bitte ca. 1900 Twitter-User folgen kann. Es kommen Fragen wie “Liest du jeden Abend alle Tweets?”, “Wie übersichtlich ist das für dich?” oder “Wie handhabst du diese Informationsflut?”.
Grundsätzlich habe ich die Einstellung: Ich kann (und will) nicht alle Tweets (die Twitternachrichten) lesen. Ich bin mir bewusst, dass Informationen an mir vorüber ziehen, aber ich weiß, dass wirklich für mich relevante Informationen und wichtige Nachrichten irgendwie mich erreichen werden. Durch Retweets, durch Diskussion unter den Leuten denen ich folge etc. Manche von euch würden jetzt sagen “Wenn es zu viel ist, dann folge doch einfach nur z.B. 500 Twitter-Usern”. Klar, das würde die Informationsflut stark verringern, aber ich folge den meisten Personen, weil Sie über tolle Themen twittern, oftmals tolle Links erwähnen etc. Ich möchte diesen Menschen weiterhin folgen.
Zwischen den ganz, ganz wichtigen Informationen und den Informationen, die ich nicht wissen will und die mich nicht interessieren, liegt eine Grauzone. Diese Grauzone ist das Hauptproblem. Die meist für mich ganz wichtigen Tweets bekomme ich von den Twitter-Usern mit denen ich sehr eng verbunden fühle. Zum Großteil saarländische Twitter-User oder die Bildungstwitterer. Diese Menschen habe ich in Listen sortiert, deren Tweets ich mir zu einem großen Anteil jeden Abend in diesen Listen durchlese. Oftmals ist es sogar so, dass ich persönlich angesprochen werde und mir Links etc. empfohlen werden. Dadurch sind die ganz wichtigen Tweets meistens abgedeckt. Aber die Grauzone macht Probleme. Zum Entdecken einiger dieser Informationen nutze ich verschiedene Tools. Zum Einen nutze ich, wie schon erwähnt, Twitter-Listen die ich nach Kategorien anlege und in die ich ab und zu gesondert hineinschaue. Aber es gibt weit aus mehr Tools als Listen.
Zu diesen Diensten gehören:
- Paper.li
- Rivva Social
- Flipboard (iPad)
und
- Topsy